Konflikte zwischen Eltern und Nachwuchs
Die Spannungen zwischen Eltern und ihrem erwachsenen Nachwuchs nehmen mit steigendem Alter zu. Auf Grund mangelnden gegenseitigen Verständnis ergeben sich häufig Probleme. Besonders kritisch ist die Beziehung von Müttern und ihren Töchtern.
Eltern sehen das Verhältnis meist negativer als ihr Nachwuchs
"Das Eltern-Kind-Verhältnis zählt zu den dauerhaftesten sozialen Bindungen, die Menschen eingehen", sagt die Psychologin Kira Birditt von der Universität von Michigan in Ann Arbor. Die Eltern stuften das Verhältnis meist negativer ein als ihre Nachkommen, wobei Lebensweise und Verhalten der Sprösslinge die Hauptstreitpunkte bildeten. Birditt erklärt dies damit, dass Väter und Mütter mehr in die Beziehung investiert haben und sich stärker um die Entwicklung ihres Nachwuchses sorgen.
Beziehung zum Vater meist besser als zur Mutter
Auffällig war zudem, dass Eltern die Beziehung zu den Töchtern im Durchschnitt schlechter einstuften als die zu den Söhnen, was Birditt darauf zurückführt, dass Frauen generell ein engeres Verhältnis zu ihren Eltern haben als Männer. Unabhängig vom Geschlecht stufte der Nachwuchs die Beziehung zur Mutter schlechter ein als die zum Vater.
Zur Überraschung der Forscherin verschlimmerten sich die Probleme mit zunehmendem Alter. Möglicherweise erwarten betagte Eltern von ihren Nachkommen mehr Zuwendung, während Söhne und Töchter ihren eigenen Verpflichtungen in Beruf und Familie nachkommen müssen.












