Pröll kritisiert Schmieds Pläne zur Zentralmatura
Die Tageszeitung ÖSTERREICH berichtete in der heutigen Donnerstagsausgabe, dass die geplante Zentralmatura zum nächsten bildungspolitischen Schlachtfeld wird. Finanzminister Pröll lehnt ebenso wie die Lehrergewerkschaft den Begutachtungsentwurf von BM Schmied ab. Josef Pröll kritisiert in seiner Stellungnahme, dass Schmied keine Angaben zu den laufenden Kosten der Zentralmatura macht. Dies sei "aus haushaltsrechtlicher und betriebswirtschaftlicher Sicht inakzeptabel". Die Ministerin verstoße damit gegen "die elementarsten Anforderungen an ein seriöses Projektmanagement", so Pröll.
Laut Prölls FinanzexpertInnen verschlingt alleine die Erarbeitung der Zentralmatura bis 2013 16,6 Millionen Euro. Sie befürchten allerdings, dass sich etwa die Kosten der Prüfungstaxen für die verpflichtende "vorwissenschaftliche Arbeit" verzehnfachen könnten. Als erhebliche Kostenfaktoren werden auch der vorzeitige Antrittstermin vor dem Sommer statt im Herbst sowie den auf zehn Wochen verlängerten Prüfungszeitraum gesehen. Laut Pröll würde dies de facto eine Unterrichtsverkürzung um eine Woche bedeuten.
Reaktion seitens des bm:ukk
Das Unterrichtsministerium beschwichtigt mit der Aussage, dass man die Kritik prüfen und gegebenenfalls einarbeiten werde. Das Projekt könne im Herbst von Regierung und Parlament beschlossen werden.
Quelle: APA-ZukunftWissen












