Bundesschulen müssen für Microsoft Office zahlen
Aus dem neuen Erlass vom bm:ukk bzgl. der Verlängerung des MS-ACH Agreements geht hervor, dass das Abkommen mit der Firma Microsoft, das den Bundesschulen und Privatschulen mit Bundeslehrenden die Nutzung von Windows und Office-Lizenzen sichert, im Juni 2009 verlängert wird. Dieses Abkommen mit den "Austrian Colleges und Highschools" besteht aus drei Teilen: den Serverlizenzen für die Schulserver, den Windows-Betriebssystemlizenzen für die Clients und dem MS-Officepaket. Die Lizenzkosten für die Server- und Windowslizenzen werden auch im Schuljahr 2009/10 weiter vom bm:ukk übernommen.
10,- EUR pro IT-Arbeitsplatz und Jahr
Seit dem Vorjahr wird im berufsbildenden Schulwesen und ab heuer in allen weiterführenden Schulen, also AHS und BMHS, das Microsoft-Office-Paket mit einem Selbstbehalt der Schulstandorte vergeben. Die auf ein Jahr befristete MS-Office Lizenz wird den Schulstandorten 10,- EUR pro IT-Arbeitsplatz und Jahr kosten. Hat eine Schule also beispielsweise 200 PCs, belaufen sich die Softwarekosten für MS-Office auf 2.000,- EUR für das kommenden Schuljahr 2009/10.
Der Vertrag mit Microsoft sieht vor, dass alle inventarisierten, im lehrplanmäßigen Unterricht eingesetzten Rechner von den Lizenzvereinbarungen erfasst werden müssen. Es ist also nicht möglich, die MS-Office Lizenz auf einige EDV-Räume aufzuteilen und auf andere nicht. Es müssen alle erfasst werden. Die Einhaltung dieser Lizenzverpflichtung wird auch vom bm:ukk fallweise kontrolliert.
Bei Verzicht, Meldung ans bm:ukk bis zum 8. Mai 2009
Bei den MS-Office Lizenzen ist die Verwaltungs-EDV prinzipiell immer mitgedacht und die Lizenzen sind auch im Abkommen enthalten. Entschließt sich ein Schulstandort nun, MS-Office Lizenzen nicht mehr zu beziehen, können die (wenigen) MS-Office Lizenzen für die Verwaltung über den Rahmenvertrag mit der Bundesbeschaffungsgesellschaft bezogen werden. Diese Preise dort sind etwa ein Drittel höher als bei MS-ACH.
Schulstandorte, die MS-Office nicht weiter über MS-ACH beziehen wollen, werden durch eine Erhöhung ihres Schulbudgets im Rahmen der OPEN SOURCE-Initiative des bm:ukk unterstützt. Die Schule erhält 10,- EUR pro PC-Arbeitsplatz zusätzlich zum nächstjährigen Schulbudget, um die Umstellung zu managen (z.B. um entsprechende Informationen aufzubereiten, Schulungen durchzuführen etc.). Diese Schulen werden weiters Open Source-Projekte, die von der IT-Lenkungsgruppe des bm:ukk organisiert werden, durchführen können.
Schulstandorte, die MS-Office nicht weiter über MS-ACH beziehen wollen, werden ersucht, diese Änderung bis 8. Mai 2009 12 Uhr an das bm:ukk zu melden.
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