PISA: Umweltwissen nur durchschnittlich
Bei der UNESCO-Weltkonferenz "Bildung für nachhaltige Entwicklung" in Bonn wurde die Sonderwertung der Bildungsvergleichsstudie PISA 2006 präsentiert. Demnach liegt Österreich beim Wissen der SchülerInnen über Umweltprobleme und deren naturwissenschaftliche Hintergründe auf Platz 28 von 57 teilnehmenden Ländern. Österreich befindet somit nur knapp über dem OECD-Schnitt. Sieger ist einmal mehr Finnland vor Hongkong und Estland.
Einfachste Zusammenhänge nicht verstanden
Jeder sechste österreichische 15-Jährige (15,4 Prozent) kann laut Studie nicht einmal die einfachsten umweltbezogenen Fragen beantworten, weitere 21 Prozent sind nur in der Lage, einfachste wissenschaftliche Aufgaben zu lösen. OECD-weit können gut 40 Prozent der SchülerInnen keine einzige Quelle für Sauren Regen (z.B. Autoabgase oder Fabriksemissionen) nennen.
Kluft zwischen InländerInnen und MigrantInnen
Das schon beim Hauptteil der PISA-Studie auffällige schlechte Abschneiden von Kindern mit Migrationshintergrund in Österreich schlägt sich auch beim Umweltwissen nieder: Österreich ist mit einer Differenz von fast 70 Punkten zwischen inländischen SchülerInnen und Migrantenkindern absolutes Schlusslicht.
Grundsätzliches Interesse für Umweltthemen vorhanden
Die nur mittelmäßigen Ergebnisse sind nicht auf Desinteresse zurückzuführen. Die meisten österreichischen SchülerInnen - so wie ihre KollegInnen aus den anderen teilnehmenden Ländern - geben an, an Umweltthemen interessiert zu sein und halten diese auch für wichtig. Für die Zukunft sehen die SchülerInnen aus Österreich jedoch schwarz. Nur wenige glauben, dass sich die Situation bei Luftverschmutzung (10 %), Energieknappheit (16 %), Artensterben (7 %), Waldrodungen (5 %), Wasserknappheit (10 %) und nuklearen Abfall (8 %) in Zukunft verbessern wird.












