Europaweites Vorgehen gegen Gewaltspiele
Landeshauptmann Dr. Pühringer ist der Ansicht, dass die Entscheidung der EU-JustizministerInnen vom Jänner 2007 gegen ein europaweites Verbot von Gewalt- und Killerspielen ein Fehler war. Pro Jahr kommen fast 2.000 Computerspiele auf den Markt. MedienpädagogInnen schätzen, dass ca. 80 % davon eine gewaltsame Handlung besitzen. Laut Pühringer muss dieser internationalen Flut Einhalt geboten werden.
Schädlicher Einfluss von Gewaltspielen
Psychologen weisen immer wieder auf den schädlichen Einfluss derartiger Spiele auf junge Menschen hin. Sie gehen davon aus, dass ein/e 18-Jährige/r durchschnittlich bereits 32.000 Morde und 200.000 andere brutale Gewaltakte auf dem Fernseh- oder Computerschirm gesehen hat. Auch bei dem 17 Jahre alten Amokläufer aus Winnenden, so die Psychologen, hatten Fahnder Killerspiele gefunden und einen deutlichen Zusammenhang zu dessen Bluttat hergestellt.
Landeshauptmann Dr. Pühringer tritt daher für einen neuen Anlauf zu einem europaweiten Verbot dieser Spiele ein. "Hier müssen wir gemeinsam alles tun, was im Rahmen des Möglichen ist, wenngleich mir bewusst ist, dass die Kontrolle auf diesem Sektor sehr schwierig ist. Wer aber Dinge wie Killerspiele zulässt, der sät Gewalt und darf sich nicht wundern, wenn er auch Gewalt erntet", warnt Pühringer.












