Mängel in der österreichischen Elementarbildung
Die ExpertInnen der Plattform EduCare sind der Meinung, dass längst überfällige Maßnahmen für den elementaren Bildungsbereich Österreichs bislang nicht umgesetzt wurden und nicht zuletzt am Kompetenz-Wirrwarr scheitern. EduCare gibt daher umfangreiche Vorschläge zur Verbesserung der Situation in der Elementarbildung.
Forderungen von EduCare
Die Plattform EduCare fordert, dass das Bundesverfassungsgesetz verändert werden muss. Kindergärten und Horte - alle außerfamiliären elementaren Bildungs- und Betreuungseinrichtungen - sollen nicht mehr alleinige Landessache sein, sondern die Gesetzgebung und Vollziehung sollte vom Bund und vom Land übernommen werden. Dies soll so weit gehen, dass der Bund einen nationalen Bildungsplan mit Qualitätskriterien für die betroffenen Einrichtungen erstellen kann, der von den Ländern zu vollziehen ist. Die Ausführungsgesetzgebung und die Vollziehung sollen weiterhin bei den Ländern liegen.
Darüber hinaus sind insbesondere ein Bundesrahmengesetz zu verabschieden, das - allenfalls in Form einer Artikel 15a-Vereinbarung - verbindliche "Mindeststandards" für ganz Österreich festlegt und einen gesetzlich verankerten Anspruch auf einen Bildungs- und Betreuungsplatz beinhaltet.
Zusätzlich wäre ein einheitlicher Bildungsplan für ganz Österreich zu entwickeln und unter den derzeitigen verfassungsgesetzlichen Gegebenheiten zunächst in einer Artikel 15a-Vereinbarung gemeinsam zwischen Bund und Ländern zu verankern, in den auch die Bildungs-/Betreuungs- und Erziehungsziele von unter 3-Jährigen mit einbezogen werden.
EduCare fordert zudem, dass die Ausbildung von PädagogInnen für den Elementarbereich auf Hochschulniveau gemeinsam mit den anderen pädagogischen Berufen durchgeführt werden soll.
Quelle: APA/ZukunftWissen
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