Umstrittenes Religionsbuch
Das umstrittene Religionsbuch "Islam in meinem Leben" soll in den oberösterreichischen Schulen nicht länger in der vorliegenden Form verwendet werden. Vom Amtsführenden Präsidenten des Landesschulrates für OÖ, Fritz Enzenhofer, erging nach einem Gespräch mit dem Fachinspektor für islamischen Religionsunterricht, Senad Podojak, die Empfehlung an die betreffenden Schulen, dafür zu sorgen, dass das Buch in dieser Form nicht länger im Unterricht eingesetzt wird.
Das im Auftrag der Islamischen Glaubensgemeinschaft in Österreich (IGGIÖ) produzierte Religionsbuch "Islam in meinem Leben" für die 3. und 4. Klasse Volksschule ist wegen einer Illustration und des dazu gehörigen Begleittextes heftiger Kritik ausgesetzt. Die Illustration zeigt einen mit Gewehr und Handgranaten bewaffneten Kämpfer, der getroffen zu Boden stürzt und dem Blut aus der Brust spritzt. Der Bildtext erklärt: "Ein Muslim, der auf dem Weg Allahs und zur Verteidigung der Heimat stirbt, ist ein Märtyrer (Sahid). Er wird von Allah mit dem Paradies belohnt, wie Allah es im Qur´an versprochen hat."
"Meiner Meinung nach besteht die Kritik an dieser Darstellung zu Recht", meint LSR-Präsident Enzenhofer. "Die Seite mit der umstrittenen Darstellung soll entfernt werden, ehe das Buch wieder verwendet wird." Enzenhofer ersuchte deshalb die DirektorInnen der betreffenden Schulen, den islamischen ReligionslehrerInnen seine Empfehlung mitzuteilen, das Buch so lange nicht einzusetzen, bis umstrittene Passagen entfernt sind. Fachinspektor Podojak versprach, dem Präsidenten der IGGIÖ die Aufforderung nach Entfernung dieser Seite vorzuschlagen.
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