Creative Commons - some rights reserved
Ohne überhaupt in der österreichischen Gesetzgebung verankert zu sein, flößt das Wort "Copyright" einigen schon ziemlichen Respekt ein, während es für die UrheberInnen ganz formal ein Schutz vor unerwünschter Weitergabe sein soll. Was allerdings die wenigsten wissen: Jede eigenständige geistige Schöpfung ist automatisch gegen unerwünschte Verwertung geschützt.
Und dort, wo eine Weitergabe von Online-Inhalten unter ganz bestimmten Konditionen ausdrücklich erwünscht ist, kommen die sogenannten Creative Commons (cc) ins Spiel. Und wenn Sie gerne Ihre Lehrmaterialien im Internet veröffentlichen wollen, zahlt es sich aus, über die verschiedenen Lizenzen Bescheid zu wissen.
Die verschiedenen Lizenzrechte
Die Idee entstand aus der Divergenz zwischen traditionell restriktiven Urheberrechten und dem Wunsch von WissenschafterInnen, Kreativen und Medienschaffenden, mehr Offenheit und besseren Zugang zu sämtlichen Werken zu erreichen. Dabei haben die VerfasserInnen die Möglichkeit, den weiteren Nutzungsgrad selbst zu bestimmen - vom strengen "all rights reserved" über "some rights reserved" Lizenzen bis hin zur fast völligen Freigabe als public domain unter "no rights reserved". Diese weltweite Bewegung der Kreativen soll außerdem und vor allem dazu beitragen AutorInnen, MusikerInnen, KomponistInnen, BloggerInnen, GrafikerInnen und eben auch LehrerInnen zu ermutigen, ihre Werke mit einer breiten Öffentlichkeit zu teilen, damit bereits bestehende Inhalte besser genutzt werden können, auf dass daraus wieder etwas Neues entsteht.
Welche Lizenzen gibt es?
Am einfachsten ist es, zu überlegen, was mit einem Werk gemacht werden darf oder soll, und sich dann einfach die entsprechende Lizenz auszusuchen. Und weil alles unprätentiös und möglichst leicht zu handhaben sein soll, vor allem damit es international verständlich ist, sind die Rechte und Bedingungen mit Icons und Abkürzungen gekennzeichnet, aus deren Kombination sich dann die entsprechenden Lizenzen ergeben.
Mehr als 150 Millionen Werke wurden bisher unter eine Creative Commons Lizenz gestellt. Derzeit steht in Österreich Version 3.0 der cc-Lizenzen zur Verfügung, wodurch neuerdings das ungefragte Einbinden von Werken in ein kostenpflichtiges Datenbankwerk ausdrücklich untersagt ist.
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