Studie: Kindertheater als Bildungsinstrument
Der Bildungsauftrag der Schule umfasst bei weitem mehr als die Vermittlung der Kulturtechniken. Pädagogik hat den Auftrag, Wissensvermittlung mit Persönlichkeitsbildung zu vernetzen. Sprachkompetenz, Kreativität, Selbstsicherheit, Teamfähigkeit und soziale Interaktionsfähigkeit sind essentielle Voraussetzungen für die positive Bewältigung der Anforderungen des menschlichen Lebens, auf die vorzubereiten die Schule gefordert ist.
Die Studie
Ziel der Studie war, zu evaluieren, inwieweit und in welchen Bereichen diese Form der Theaterarbeit, integriert in den Schulunterricht, die Entwicklung der Kinder beeinflusst. Ausgangshypothese bei der Studie ist, dass die Theaterworkshops die emotionale und soziale, die sprachliche und die motorische Entwicklung der Kinder unterstützen, die Selbstsicherheit und das Selbstbewusstsein der Kinder stärken und in der Folge Mut und Einsatzbereitschaft gefördert werden.
Einige Ergebnisse
Signifikante Verbesserungen zeigen sich in der taktil-kinästhetischen Wahrnehmung, der Körperschemawahrnehmung, der zweidimensionalen Raumwahrnehmung, der auditiven Figurgrunddifferenzierung und in der Aufmerksamkeit. Zudem konnten Verbesserungen bei der visuellen Differenzierung, der intermodalen Verknüpfung visueller Inhalte in auditive Inhalte und in der Serialität verzeichnen.
Alle beteiligten Lehrkräfte waren sich auch einig, dass die Unterrichtszeit, die der Theaterarbeit gewidmet war, nicht zu Lasten der Vermittlung der Kulturtechniken ging.
Fotocredit: Bildungsinitiative "Schule für das Leben", Schüler-Workshop, 2008, Foto: © Mag. H. Reza Tavakoli
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