Internetfallen - Miese Methoden im Netz
Wenn im Internet nach Freeware gesucht wird, muss darauf geachtet werden, ob diese Software auch wirklich kostenlos ist. Das Download-Portal Opendownload.de wirbt z.B mit Freeware auf Google, wie www.chip.de angibt. Ist man allerdings einmal auf diese Seite gelangt, finden NutzerInnen etwa einen Teaser für die Bürosuite OpenOffice und allgemeine Hinweise zu möglichen Mitgliedsvorteilen. Verschwiegen wird allerdings, dass die Mitgliedschaft etwas kostet.
Ist man daher erst einmal auf die Seite gelangt, erfolgt die Aufforderung zum Login. Wer sich nun anmeldet, geht eine zweijährige Mitgliedschaft ein, die monatlich 8 EUR kostet. Somit kostet die scheinbar kostenlose Software mindestens 192 EUR. Aber auch andere Seiten, wie mega-downloads.net oder www.leemm.de (wo Gratis-Digicams angeboten werden), versuchen durch solche Tricks, InternetuserInnen abzuzocken, so www.chip.de.
Falscher Rat von falschen Freunden
Ist nun jemand in solche Internetfallen hinein getappt, suchen die Betroffenen oft Rat im Internet. Und hier wartet die nächste Abzocke. Vermeintlich Betroffene raten in Foren wie www.anti-abofalle.com, www.forum-gegen-abzocke.com, www.userschutz.com, www.verbraucher-wehren-sich.com usw. die Gebühr entweder sofort zu bezahlen, oder in Raten zu begleichen, um sich Ärger zu ersparen. So werden viele Abo-Opfer weiter verunsichert und zahlen daher ihre Rechnung, als ihr Recht durchzusetzen.
Tipps, wie in solchen Fällen vorgegangen werden kann
Der erste Schritt sollte sein, dass Beweise gesichert werden. Die BetreiberInnen dubioser Internetseiten ändern oft die Gestaltung dieser, somit ist es ratsam diese downzuloaden oder einen Screenshot anzufertigen. Im zweiten Schritt sollte eingeschrieben oder per Fax vom Vertrag zurück getreten werden. Die Rücktrittsfrist beträgt 7 Tage ab der Anmeldung. Wird man von dem Betreiber/der BetreiberIn der Internetseite nicht oder nur mangelhaft über das Rücktrittsrecht belehrt, verlängert sich die Rücktrittsfrist auf drei Monate. Ratsam ist es, einen Musterbrief z.B. von der Arbeiterkammer zu verwenden.












