Weihnachtszeit - Krisenzeit?
Weihnachten steht vor der Tür. Für viele Menschen besteht allerdings zu dieser Zeit kein Grund zum Feiern. Große Einsamkeit, aber auch falsche Idealvorstellungen vom Fest, Spannungen und Konflikte verhindern oft ein besinnliches Fest. Rund um Weihnachten ist bei vielen auch die Betroffenheit über Schicksalsschläge höher, als an anderen Tagen. Sie suchen daher vermehrt nach einem Gegenüber. Dabei ist besonders wichtig, dass der/die Betroffene wahrgenommen und ihm/ihr ein offenes Ohr entgegengebracht wird.
Aus diesem Anlass wurde eine Pressekonferenz abgehalten, bei der die Leiterin der TelefonSeelsorge Mag. Silvia Breitwieser, die ehrenamtliche Mitarbeiterin Susanne Bock und der Leiter von BEZIEHUNGLEBEN.AT Mag. Rolf Sauer, Abteilung Ehe und Familie im Pastoralamt, Tipps geben, wie etwaige Stolpersteine aus dem Weg geräumt werden können.
Ein freudvolles Fest für die gesamte Familie
Besonders wichtig ist, dass in der vorweihnachtlichen Zeit Tempo herausgenommen wird. Nehmen Sie sich einmal am Tag eine kurze und einmal in der Woche eine längere Rastzeit, wo Sie wirklich entspannen und sich Zeit für sich selber nehmen. Dadurch bekommen Sie auch die Gelegenheit, Ihre gelebten Werte kritisch zu hinterfragen und den Blick bewusst auf liebende Personen zu richten.
Zudem sollte besonderer Wert auf die Kommunikation gelegt werden. Wenn daher in einem Gespräch Krisen auftauchen, sprechen Sie offen darüber. Sie verhindern damit, dass in Ihnen ein "emotionales Pulverfass" entsteht.
Gönnen Sie sich am heiligen Abend Ruhe. Versuchen Sie bereits vorher den Baum aufzuschmücken. Sollten Eltern und Großeltern mitfeiern wollen, sollten Sie das mit Ihrem/Ihrer PartnerIn vorab klären.
Wenn ein Mensch einen besonderen Schicksalsschlag erlitten hat, z.B. den Tod einer geliebten Person, dann wird das Weihnachtsfest als besonders bitter erlebt. ExpertInnen raten in solchen Situationen, dass die Trauer zum Fest eingeladen wird und zwar in dem Sinne, wenn er/sie noch hier wäre, was würde er/sie sich jetzt erwarten. Dadurch entsteht die Einsicht, dass man dem/der Verstorbenen am besten die Ehre gibt, wenn alle Verbliebenden zusammenhalten und die Gegenwart wie Zukunft herzhaft gestalten. Versuchen Sie daher nicht, Ihre Trauer zu verbergen, sondern lassen Sie diese am Weihnachtsfest aktiv zu.
Nähere Informationen
Wenn auch Sie ein Anliegen haben, dann können Sie sich rund um die Uhr kostenlos an die TelefonSeelsorge unter der Rufnummer 142 wenden und sich Tipps und Ratschläge einholen.
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