Produktionsschule eröffnet neue Perspektiven
Rund 3.400 Jugendliche in Oberösterreich haben keinen Job oder keine Ausbildungsstelle. Vor allem Mädchen und Burschen ohne Schulabschluss haben es schwer, am Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Hier haben sich Produktionsschulen als besonders effektiv herausgestellt. Produktionsschulen sind keine Schulen im traditionellen Sinn, sie verstehen sich als Instrument der Integrationsunterstützung und der Begriff Schule bezieht sich auf den speziellen pädagogischen Ansatz der Einrichtung.
Die Produktionsschule in Leonding ist die 6. in Oberösterreich und ist seit November 2011 in Betrieb. Am Mittwoch den 15. Februar wurde sie nun offiziell eröffnet. Derzeit sind dort 39 junge Menschen in Ausbildung, im Alter zwischen 15 und 25 Jahren.
Ziele der Produktionsschulen sind
- Stabilisierung
- Motivationssteigerung
- Vermittlung von fachlichen Fähigkeiten
- (Re-)Integration in den Arbeitsmarkt
- Angedeihenlassen einer schulische Ausbildung
Ackerl: "Jugendlichen Chancen verschaffen"
"Vor allem für junge Menschen, die im herkömmlichen Schulsystem scheitern, hat sich dieses Modell bewährt", so Mag. Othmar Friedl, der Geschäftsführer des BFI OÖ." Auch Sozialreferent Josef Ackerl ist von den Produktionsschulen überzeugt: "Nur wenn es uns gelingt, Jugendlichen, die aus verschiedenen Gründen auf dem ersten Arbeitsmarkt chancenlos erscheinen, durch gezielte Maßnahmen diese Chance doch zu verschaffen, geben wir ihnen eine Perspektive für die Zukunft – und einen Standort in unserer Gesellschaft."
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