EU-Projekt: "KeyToNature"
Dieses Projekt mit einer Laufzeit von drei Jahren wird mit Mitteln der Europäischen Union innerhalb des eContentplus Programms gefördert. Der Projektstart erfolgte am 3. September 2007, Koordinator ist Prof. Pier Luigi Nimis (Biologie-Institut der Universität Triest), ein anerkannter Experte auf dem Gebiet der Klassifikation in der Pflanzenwelt. Das Projektkonssortium bringt BiologInnen, WirtschaftsexpertInnen, IT-ExpertInnen, PädagogInnen und eLearning-ExpertInnen zusammen, um mit einem Gesamtprojektvolumen von 4,8 Mio. Euro neue Lösungen zu entwickeln, welche Biologie-LehrerInnen und ProfessorInnen in der Vermittlung der Artenvielfalt unterstützen sollen. Österreich ist durch das Kompetenzzentrum evolaris mit Sitz in Graz vertreten.
Die entwickelten e-Learning und m-Learning Lösungen basieren auf bestehende Systeme, welche bereits zur Identifizierung von Pflanzen und Tieren verwendet werden. Ein großer Vorteil der im Projekt generierten Tools liegt dabei in der emotionellen und spielerischen Weise, mit welcher die biologische Artenvielfalt vermittelt werden kann. Dabei steht vor allem der Einsatz in der realen Welt, etwa die Identifikation von Pflanzen und Tieren im Schulhof, im Vordergrund. Im Zentrum des Projekts steht das Ziel, Schulen einzubinden und zur Zusammenarbeit zu gewinnen, indem diesen prototypisch entwickelten e-Learning und m-Learning Tools zur Verfügung gestellt werden, welche auf die jeweiligen Bedürfnisse und Kontexte zugeschnitten sind. Damit wird beispielsweise die Identifikation von Pflanzen und Tieren des eigenen Schulhofes, der Bäume im nahen Park, etc möglich.
Die Systeme werden an die unterschiedlichen Anforderungen verschiedener Schulstufen (von der Grundschule über die Mittelschule bis hin zur Hochschule) angepasst und sind in der Verwendung einfach, da sie nicht an starre Systematiken gebunden sind und auch keine komplexen Attribute zur Identifikation von Pflanzen und Tieren erfordern. Weiters ist die Datenbank der Systeme an die lokale Artenvielfalt angepasst ist und so nur eine sehr begrenzte Anzahl an unterschiedlichen Arten enthält, welche in der jeweiligen Region auch vorkommen und wodurch sich der Identifikationsprozess erleichtert.
Erste Projekterfolge wurden in Italien bereits erzielt indem ein interaktiver Identifikationsschlüssel für alle Pflanzen und Bäume des italienischen Tals "Val Rosandra", welches in der Nähe von Triest liegt, generiert wurde. Dieses web-basierte Tool ist in 5 Sprachen online verfügbar und kann von jedermann ausprobiert werden.

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