Reformpakte für Pädagogische Hochschulen
Eltern möchten ihren Kindern die bestmögliche Ausbildung ermöglichen und daher steigen auch die Anforderungen an die Schulen und an die Wissensvermittler - die Pädagogen. Eine wichtige Reform der PädagogInnenbildung NEU ist die Weiterentwicklung der Pädagogischen Hochschulen.
Darüber hinaus soll vermittelt werden, dass der Beruf Pädagoge Zukunft hat - vor allem ab dem Jahr 2013, denn nach der Pensionierungswelle herrscht ein großer Bedarf an jungen und engagierten Lehrern an den Pädagogischen Hochschulen. Um dies zu gewährleisten, wurde gemäß dem Regierungsprogramm eine Vorbereitungsgruppe unter Vorsitz von Dr. Andreas Schnider gegründet, um die PHs weiterzuentwickeln.
Die Pädagogischen Hochschulen sollen...
- ihre Potentiale weiter entwickeln, um auf Augenhöhe mit Universitäten zu gelangen,
- verstärkt Personalentwicklung betreiben, um den akademischen Charakter der Institution zu stärken,
- im Austausch mit der Arbeitswelt auf bestehenden (regionalen) Bedarf mit neuen und neu strukturierten Studienangeboten (berufsbegleitend) reagieren,
- Ausbildungen für Flächenfächer anbieten,
- in ihrer Entwicklung begleitet werden und
- ab 2012/13 an zwei bis drei Pilotstandorten erste neue Studienangebote anbieten, die mit den Empfehlungen der Vorbereitungsgruppe korrespondieren sollen.
Drei Maßnahmenpakete ab 2011/12
Darüber hinaus wurden für die Studienjahre ab 2011/12 drei Maßnahmenpakete geschnürt. Das erste Paket beinhaltet die Stärkung der Forschungskompetenz sowie die Personalentwicklung. Hier möchte man ein modernes, leistungsorientiertes Dienst- und Besoldungsrecht für Lehrende an PHs gewährleisten. Weiters wird das bm:ukk zwischen 15 und 45 Personen pro Studienjahr bei der Erreichung des Doktorats bzw. der Habilitation fördern und das Weiterbildungsangebote für Lehrende an den PHs soll ebenfalls gefördert werden.
Weiterentwicklung der PH - neue Studienangebote
Ab dem Studienjahr 2012/13 sollen an den Pädagogischen Hochschulen neue Studienangebote in einer ersten Ausbaustufe, etwa als Lehrgang für "akademische LerndesignerInnen", umgesetzt werden. Wesentliche Kriterien dafür sind, dass diese Angebote berufsbegleitend sein werden und dass es enge Kooperationen mit anderen Pädagogischen Hochschulen, mit Universitäten und Fachhochschulen geben wird, um wissenschaftlichen Standards auf höchstem Niveau gerecht zu werden. Weitere geplante Studienangebote:
- Masterstudien für Individualisierung und Kompetenzorientierung
- Masterstudien für Mentoring
- Masterstudien für Schulmanagement
- Studienangebote für Quereinsteiger
Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung
Das dritte Paket beinhaltet die "Qualitätskriterien" des angehenden Lehrers. Hier möchte man im Vorfeld herausfinden, ob der Student sich für den Lehrberuf eignet oder nicht. Man möchte standardisierte Eignungsüberprüfungen und Aufnahmeverfahren einsetzen. Zusätzlich soll die Curricula an den Pädagogischen Hochschulen weiterentwickelt werden. Außerdem beginnen ab sofort Potentialanalysen, um eigene Stärken und regionale Entwicklungsmöglichkeiten besser erkennen und umsetzen zu können. Das Ziel der Entwicklung ist es, die Stärken der PH zu stärken und Schwächen rechtzeitig zu erkennen und auszugleichen. Ebenfalls ab sofort werden die BAKIP-Lehrpläne einer Überarbeitung unter Leitung des Entwicklungsrats unterzogen, um eine Steigerung der Qualität der Ausbildung in den BAKIPs sicherzustellen
Einrichtung eines Entwicklungsrats
Ein wichtiges Instrument für die Koordination und Begleitung der Weiterentwicklung der Pädagogischen Hochschulen für die Phase ab 2011/12 ist die Einrichtung eines Entwicklungsrats für die Pädagogischen Hochschulen. Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied war es ein Anliegen, zwei der zentralen Mitarbeiter der Vorbereitungsgruppe "PädagogInnenbildung NEU" für den nun neu geschaffenen Entwicklungsrat gewinnen zu können. Die Leitung übernimmt Dr. Andreas Schnider und die Stellvertretung Dr. Roland Fischer.
Die Aufgaben sind vielfältig und umfassen unter andem die Beratung des bm:ukk, intensive Kommunikation mit den Stakeholdern, die Festlegung und Überprüfung von infrastrukturellen, personellen und organisatorischen Auswahlkriterien für die Standortauswahl der Pilot-Studienangebote. Die Koordinierung der Weiterentwicklung der Eckpunkte für Curricula und Entwicklungsgruppen, die Empfehlungen für die Vergabe von Doktorats-Stipendien und vieles mehr.
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