UNESCO erkannte 27 Stätten neu als Welterbe an
Bei ihrer Welterbe-Tagung im kanadischen Québec hat die UNESCO insgesamt 27 Kultur- und Naturstätten neu als Welterbe anerkannt. Somit gibt es offiziellen Angaben zufolge jetzt 878 Stätten auf der Schutzliste.
Von den 27 neu aufgenommenen Stätten zählen 19 zum Kulturerbe und 8 zum Naturerbe. Insgesamt hatten sich über 40 Projekte um Anerkennung beworben.
Berliner Wohnsiedlungen der Moderne
Deutschland hat mit den Berliner Wohnsiedlungen der Moderne eine neue Welterbe-Stätte gewonnen. Die Bauten, die zwischen 1913 und 1934 entstanden sind, hätten einen beträchtlichen Einfluss auf die weitere Entwicklung von Architektur und Städtebau gehabt, befand das UN-Komitee. Mit ihrem auf Licht und Sonne achtenden Konzept hoben sich die Wohnungen stark von den zeitgenössischen Mietskasernen ab.
Die UNESCO bescheinigte den beiden italienischen Städten Mantua und Sabbioneta in der Po-Ebene, sie seien wegweisend für die Renaissance-Kultur gewesen. Den Zwergstaat San Marino in Italien nannten die Welterbe-Hüter ein "Zeugnis für die Kontinuität einer freien Republik seit dem Mittelalter".
Einzigartige Bahnlinie
Die Bahnlinie Albula/Bernina der Rhätischen Bahn zeichnete die UNESCO als transnationales Projekt zwischen Italien und der Schweiz aus. Die insgesamt 120 Kilometer lange Strecke führt vom schweizerischen Thusis über St. Moritz nach Tirano in Italien. Sie sei ein Beispiel, wie die Eisenbahn im frühen 20. Jahrhundert die Isolation von Siedlungen in den Zentralalpen überwunden habe.
Ein Hindu-Tempel in Kambodscha wurde erst nach langer Diskussion unter Schutz gestellt. Der Preah Vihear Tempel liegt auf einer Klippe im Grenzgebiet zwischen Kambodscha und Thailand und war jahrzehntelang zwischen beiden Ländern umstritten.
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