"Schluss mit der Lehrerhatz"
Der amtsführende Präsident des Landesschulrates für OÖ Fritz Enzenhofer begrüßt in einer Aussendung die neuerliche Diskussion über Auswahlverfahren für künftige Lehramtsstudenten. Er gebe aber einen weiteren Punkt zu bedenken: "Wenn weiterhin die meist hervorragende Arbeit der Schule und ihrer Lehrer in den Schmutz gezogen werden kann und jede fragwürdige Kritik selbst ernannter "Experten" öffentlich diskutiert und mit permanentem Herumnörgeln dem Ansehen der Lehrer schwer geschadet wird, wie soll es dann gelingen, die talentiertesten und am besten motivierten jungen Menschen für diesen Beruf zu begeistern?" Enzenhofer fordert deshalb "Schluss mit der Lehrerhatz!"
Vorbild Pädagogische Hochschulen
Enzenhofer könnte sich vorstellen, dass das Auswahlverfahren der Pädagogischen Hochschulen (PH) als Vorbild dienen könnte. Dort gibt es bereits ein sehr strenges System, mit dem die Eignung der Studenten für einen pädagogischen Beruf festgestellt wird. Dieses Auswahlverfahren ist derart streng, dass ungeeigneten Bewerbern sogar die Exmatrikulation an ihrer PH droht. Ein ähnliches System ist laut Enzenhofer auch an Universitäten zu begrüßen.
Online-Tool soll Hilfestellungen bieten
Basierend auf Forschungen darüber, welche Kompetenzen zukünftige Lehrkräfte brauchen, hat Johannes Mayr vom Institut für Unterrichts- und Schulentwicklung an der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt zusammen mit einem internationalen Team das Online-Beratungstool "Career Counselling for Teachers (CCT)" entwickelt. Hier werden unter anderem Selbsterkundungsverfahren für junge Menschen angeboten, die damit herausfinden können, ob sie günstige Voraussetzungen für ein Lehrerstudium und den Lehrerberuf mitbringen.
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