NMS - Pro Schüler und Jahr 1000 Euro mehr
Für die Etablierung der Neuen Mittelschule (NMS) in Österreich werden von der Regierung insgesamt geschätzte 233 Mio. Euro investiert. Das umfasst alle Kosten seit Beginn. Zum Vergleich: Für den Ausbau der schulischen Tagesbetreuung vom Schuljahr 2011/12 bis 2014 werden insgesamt 320 Mio. ausgegeben.
Im Endausbau sollen 238.000 Schüler die erwarteten 11.300 NMS-Klassen besuchen. Laut Ministerium sollen für die neue Schulform fast 1.000 Euro pro Schüler und Jahr in die Hand genommen werden.
17 Mio. Euro an zusätzlichen Lehrerkosten
Die weiteren Kosten entstehen hauptsächlich durch die zusätzlich eingesetzten Lehrer. Zudem finanziert das Unterrichtsministerium jeder NMS zusätzlich sechs Wochenstunden pro Klasse für Teamteaching in den Hauptfächern, wobei im Idealfall jeweils ein Hauptschullehrer und ein Pädagoge aus einer AHS oder berufsbildenden mittleren oder höheren Schule (BMHS) gemeinsam unterrichten. 2009/10 sind rund 17 Mio. Euro an zusätzlichen Lehrerkosten angefallen, 2010/11 waren es 34,7 Mio. Euro.
Darüber hinaus wurden weitere Posten für die Entwicklungsbegleitung der NMS, für die Vernetzung der NMS Beteiligten, für Lernateliers und gezielten Fortbildungen an den Pädagogischen Hochschulen ausgegeben.
Bis 2012 437 NMS-Standorte
Im Schuljahr 2010/11 gab es insgesamt 320 NMS-Standorte, im kommenden Schuljahr sollen 117 Standorte dazukommen. 2018/19 sollen dann alle bisherigen Hauptschulen von der ersten bis zur vierten Klasse auf NMS umgestellt sein.
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