Internet hilfreicher als Eltern
Rund acht Stunden widmen Österreichs Schüler zwischen zehn und 18 Jahren pro Woche ihrer wohl unbeliebtesten Beschäftigung: dem Lernen. Das ergab eine unter etwa 2.000 Schülern an Allgemeinbildenden (AHS) und Berufsbildenden Höheren (BHS) Schulen durchgeführte Umfrage.
Internet als Lernhilfe
Markant bei den Ergebnissen ist, dass das Internet eine größere Stütze darstellt als die Eltern. Bereits zwei Drittel der Schüler ziehen das Web als Lernhilfe heran, während nicht einmal die Hälfte der 10- bis 14-Jährigen auf Unterstützung der Eltern bauen kann oder will. Bei den 15- bis 18-Jährigen sinkt der Anteil sogar auf 34,5 Prozent. Vorwiegend die Mädchen finden Unterstützung auch im Freundeskreis, 13,6 Prozent wenden sich im Notfall an ihre Lehrer.
Gelernt wird zu Hause
Am liebsten wird zu Hause gelernt (90 Prozent) und das entweder gleich nach der Schule - vor allem im Falle der 10- bis 14-Jährigen oder abends. Mit weitem Abstand wird in den eigenen vier Wänden am liebsten am Schreibtisch (58 Prozent) gelernt. Auch das Bett, die Couch oder sogar die Badewanne sind für viele eine optimale Lernumgebung.
Fernsehen stört beim Lernen
Auch wenn 29 Prozent aller Befragten während des Lernens Musik hören und bei 7 Prozent der Fernseher im Hintergrund läuft, scheint Lernen in ruhiger Umgebung zu größerem Erfolg führen: Im Schnitt dürfen sich jene, die beim Lernen absolute Ruhe bevorzugen (immerhin 60 Prozent der Schüler) über bessere Noten freuen.
Alleine lernen beliebter als in der Gruppe
Mehr als 90 Prozent der Befragten lernen am liebsten alleine, lediglich rund sechs Prozent arbeiten auch gerne in der Gruppe. Etwa jeder Neunte besucht ein Nachhilfeinstitut. Die größten Sorgenkinder für Österreichs Schüler sind die Fächer Englisch und Mathematik. Die verlangen ihnen nicht nur den höchsten Lernaufwand ab, sondern stehen auch auf deren Reihung unbeliebter Schulfächer an erster Stelle. Lieblingsfach ist mit 16 Prozent Turnen.












