Lehrergewerkschaft zerreißt Modulare Oberstufe
Die AHS-Lehrervertreter üben heftige Kritik an dem Entwurf zur geplanten Modularen Oberstufe. Es könne sich dabei wohl lediglich um den "Entwurf eines Entwurfs" handeln. "Gleichgültig, wie man inhaltlich dazu stehen mag, der Text ist in zentralen Bereichen nicht durchdacht, würde manche Schüler in Sackgassen ohne jeglichen Ausweg führen und an den Schulen einen organisatorischen Supergau verursachen", so die Lehrervertreter.
Die Kritikpunkte im Überblick:
- Förderung besonders begabter Schüler greift zu kurz, weil Sie beispielsweise nur mehr Semester statt Klassen überspringen können
- Zahl der Repedenten würde wohl sinken, die Drop-Outs aber steigen
- Unterteilung des Stoffes in Module als "Häppchenbildung" abgelehnt
- Überforderungen der Schulen: Die Gliederung des Lehrstoffs in Kompetenzbereiche könne nicht durch die einzelnen Schulkonferenzen geleistet werden
- Kostenneutrale Umsetzung ist nicht möglich
Die Begutachtungsfrist für den Gesetzesentwurf läuft bis 23. August. Die generelle Umstellung der insgesamt 800 Standorte soll 2012 starten und 2016 abgeschlossen sein.
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