"LLL:2020" - Ein Leben lang lernen
Unterrichtsministerin Claudia Schmied, Wissenschafts- und Forschungsminister Karlheinz Töchterle, Sozialminister Rudolf Hundstorfer und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner präsentierten die neue Österreichische Strategie für Lebensbegleitendes Lernen "LLL:2020". Dabei handelt es sich um ein umfassendes Strategiepapier, das von den vier Ressorts gemeinsam erarbeitet und vom Ministerrat beschlossen wurde.
10 Aktionslinien
"Mit der Strategie LLL:2020 werden Bildungs-, Wirtschafts- und Sozialpolitik in insgesamt 10 Aktionslinien konsequent aufeinander abgestimmt, um den Menschen von der vorschulischen Bildung bis hin zur nachberuflichen Lebensphase förderliche Rahmenbedingungen für lebensbegleitendes Lernen zu bieten", so Bildungsministerin Schmied.
Die Aktionslinien sind jeweils nach dem Schema "Vision für 2020", "Ziele", "Ist-Stand" und "Maßnahmen" konkretisiert.
- 1: Stärkung der vorschulischen Bildung und Erziehung als längerfristige Grundvoraussetzung
- 2: Grundbildung und Chancengerechtigkeit im Schul- und Erstausbildungswesen
- 3: Kostenloses Nachholen von grundlegenden Abschlüssen und Sicherstellung der Grundkompetenzen im Erwachsenenalter
- 4: Ausbau von alternativen Übergangssystemen ins Berufsleben für Jugendliche
- 5: Maßnahmen zur besseren Neuorientierung in Bildung und Beruf und Berücksichtigung von Work-Life-Balance
- 6: Verstärkung von "Community-Education"-Ansätzen mittels kommunaler Einrichtungen und in der organisierten Zivilgesellschaft
- 7: Förderung lernfreundlicher Arbeitsumgebungen
- 8: Weiterbildung zur Sicherung der Beschäftigungs- und Wettbewerbsfähigkeit
- 9: Bereicherung der Lebensqualität durch Bildung in der nachberuflichen Lebensphase
- 10: Verfahren zur Anerkennung non-formal und informell erworbener Kenntnisse und Kompetenzen in allen Bildungssektoren
Koordination durch Nationale Plattform
Die Koordination des Strategie-Prozesses LLL:2020 wird im Rahmen einer Nationalen Plattform erfolgen, der neben verschiedenen Bundesministerien auch die Sozialpartner, die Länder, das AMS sowie maßgebliche Akteure wie die Universität-, die Fachhochschulkonferenz oder die Konferenz der Erwachsenenbildung Österreichs angehören sollen.
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