Bibliotheken im Google-Zeitalter
Bibliotheken fungieren seit ihren Anfängen als kulturelles Gedächtnis und als langfristige Wissensspeicher für unsere Gesellschaft. Sie garantieren die nachhaltige Sicherung des über Generationen gesammelten gemeinsamen Wissens und stehen auch für dessen Demokratisierung, also für die möglichst freie und allgemeine Zugänglichkeit des intellektuellen Outputs einer Nation.
Heute, am Ende der "Gutenberg-Galaxis", in einer von digitalen Medien und dem Internet dominierten Informationslandschaft, stehen Bibliotheken vor ganz neuen Herausforderungen, die sie zwingen, ihre traditionellen Aufgaben und Methoden radikal zu überdenken und neu zu bestimmen. Johanna Rachinger, Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek, sprach jetzt im Kepler Salon über das Thema "Bibliotheken im Google-Zeitalter".
Zur Person
Johanna Rachinger (geb. 1960 in Putzleinsdorf/OÖ) studierte Theaterwissenschaft und Germanistik an der Universität Wien. Ende der 80er-Jahre war sie zunächst als Lektorin beim Wiener Frauenverlag beschäftigt, danach wurde sie Leiterin der Buchberatungsstelle beim Österreichischen Bibliothekswerk. Zwischen 1992 und 1995 übernahm sie die Programmleitung beim Verlag Ueberreuter, ab 1995 wurde sie schließlich die Geschäftsführerin des Verlages. Im Jahr 2001 übertrug man Rachinger die Generaldirektion der Österreichischen Nationalbibliothek.
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