Mit zwei Fünfern in die nächste Klasse
Die Koalitionspartner ÖVP und SPÖ haben sich nun über die modulare Oberstufe geeinigt. ÖVP-Vizekanzler Michael Spindelegger gab vor dem Ministerrat bekannt, dass man mit höchstens zwei Fünfern in die nächste Klasse aufsteigen kann. Allerdings kann die Klassenlehrerkonferenz im Falle außergewöhnlicher Umstände wie langer Krankheit einmalig eine Ausnahme machen und den Wechsel in die nächste Klasse auch mit mehr Nicht Genügend erlauben.
Leistungsgedanke am wichtigsten
"Man kann nicht mit drei Fünfern aufsteigen, wie ich es verlangt habe", zeigte sich Spindelegger zufrieden. Es gebe damit einen Kompromiss, der auch stärkere Individualisierung bringe, freute sich der ÖVP-Obmann. Wichtig sei auch der Leistungsgedanke, bis zur Matura müssten alle Module positiv abgeschlossen werden.
Auch Bundeskanzler Faymann betonte, dass die Schüler auch im neuen System der modularen Oberstufe ihre Leistungen bringen müssten. Der SPÖ-Chef merkte an, dass es letztlich in der Frage der Klassenwiederholung lediglich darum gehe, mehr Möglichkeiten zu schaffen, noch eine positive Note zu erreichen und damit eine Klassenwiederholung zu vermeiden.
Im geplanten Modell ist jedes Semester in mindestens zwei Module unterteilt. Ist ein Modul negativ, ist auch die Semester- bzw. Ganzjahresnote negativ.
Start Dezember 2012
Laut Unterrichtsministerin Claudia Schmied soll der Gesetzesentwurf nun in Begutachtung gehen. Zur Umsetzung meinte sie, ein Start im Dezember 2012 im Rahmen eines Stufenplans wäre der Idealfall.












