Macht und Ohnmacht der Philosophie
Das Finale des seit 1993 jährlich ausgetragenen internationalen Essaywettbewerbs für Schüler fand heuer von 26. - 29. Mai erstmals in Wien statt. Mit Delegationen aus 30 Ländern von Argentinien bis Japan war es die bisher größte Internationale Philosophie Olympiade (IPO): 64 Schüler, darunter zehn aus Österreich, und 53 Lehrer kamen für vier Tage nach Wien, um am Wettbewerb und seinem umfangreichen Rahmenprogramm teilzunehmen.
Die Olympiade begann mit einem Empfang im Wiener Rathaus, bei dem Prof. Richard Heinrich sie eröffnete und endete mit der Abschlussfeier im Kleinen Festsaal der Universität, die mit der Festrede von Prof. Clemens Sedmak ganz im Zeichen des Generalthemas "Macht und Ohnmacht der Philosophie" stand.
Auf den Spuren von Freud und Wittgenstein
Am ersten Vormittag hatten die Teilnehmer vier Stunden Zeit zur Verfügung, um ihre Gedanken zu einem von vier ausgewählten Zitaten in essayistischer Form zu Papier zu bringen. Mit Unterstützung durch Dozenten und Studierende der Philosophie wurden daraufhin für die Lehrer philosophische Spaziergänge auf den Spuren Freuds, Wittgensteins, aber auch der Unibrennt-Bewegung 2009 angeboten. Zur gleichen Zeit wurden die Schüler in fünf Workshops mit Überlegungen etwa zur Rolle der Intuition in der Philosophie, zum erkenntnistheoretischen Skeptizismus oder zu Levinas und Husserls Europabegriff konfrontiert.
Gold ging an Dänemark
Die Goldmedaille für den besten Essay ging schließlich an Nikolaj Møller aus Dänemark. Weiters wurden Teilnehmer aus Südkorea, Portugal, Deutschland, Finnland und Griechenland mit einer Medaille ausgezeichnet. Aus der österreichischen Delegation konnten sich Franziska Bahl (BG Blumenstraße, Bregenz), Vanessa Gstrein und Patrick Mokre (Sir Karl Popper-Schule, Wien) jeweils über eine Honorable Mention freuen.
| Weiterführende Information |
|---|












