Haider: "Wir haben Probleme im Schulsystem"
Die PISA-Studie spaltet die Gesellschaft. Die einen sehen Sie als Beweis für unser schlechtes Schulsystem, die anderen legen keinen Wert auf eine solche Bildungsmessung. PISA verwirrt, stiftet Unruhe und behauptet, die Leistungen unseres Schulsystems sind, gelinde gesagt, ausbaufähig. Um hier Klarheit zu schaffen, referierte BIFIE Direktor DDr. Günter Haider an der PH der Diözese Linz, auf Einladung von Rektor Hans Schachl, zu PISA und deren Bedeutung. Haider sieht die Verbesserung des Schulsystems und des Unterrichts als unvermeidlich, um in Zukunft nicht auf der Strecke zu bleiben.
Migranten beeinflussen Test nicht negativ
Haider erklärt in seinem Vortrag den Ablauf der Testungen, zeigt Testbeispiele, erläutert die Ergebnisse der PISA-Studie und zeigt auf, welche Leistungen notwendig wären, um mit den besten Ländern mitzuhalten. Er versucht zudem mit gängigen Vorurteilen aufzuräumen, wie zum Beispiel, dass die Kinder von Migranten das Ergebnis verzerren oder dass vor allem Repetenten bzw. extrem schwache Schüler getestet wurden.
Günter Haider
Im April 2008 wurde Günter Haider von Bildungsministerin Dr. Claudia Schmied für den Zeitraum 2008 bis 2013 zum Mitglied des Direktoriums des Bundesinstituts BIFIE (Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulwesens) in Salzburg berufen. Direktor Haider trägt am BIFIE vor allem die Verantwortung für die wissenschaftliche Entwicklung und die bildungswissenschaftlichen Forschungsprojekte (z. B. Internationale Assessments, Monitoring, Überprüfung der Bildungsstandards).
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