Spielen ist ein Fulltime-Job
Durch das Spielen entdecken Kinder ihre Welt. Spielen ist quasi der Hauptberuf der Kinder (Armin Krenz) - Eltern sollten ihrem Nachwuchs die Zeit und den Raum dafür geben und nicht immer das kindliche Spiel unterbrechen. Dr. Cornelia Wustmann, erste Professorin für Frühkindpädagogik an der Uni Graz, geht in ihrem Vortrag "Kindheit - ein Kinderspiel? Nachdenken über eine chancengerechte Bildung von Buben und Mädchen" auf die große Bedeutung des Spielens ein. Spielen ist hier sehr breit gefasst und nicht auf "Games" reduziert. Für Kinder ist fast alles ein Spiel.
Ungerechtigkeiten im Bildungssystem
Wie im Titel des Vortrags schon erkennbar ist, wurde auch die Chancengerechtigkeit von Kindern im Bildungssystem thematisiert. Nicht nur die Unterschiede zwischen Buben und Mädchen sind groß, sondern auch die von Migranten und Einheimischen sowie von armen und reichen Kindern. Wustmann gibt zu bedenken, dass in Österreich 278.000 Kinder armutsgefährdet sind, 326.000 Haushalte mit einem Kind leben unter der Armutsgrenze und 113.860 Kinder und Jugendliche leben in verfestigter Armut. Eine Reihe von Studien können Nachteile belegen, die Armut für die Sprach- und Intelligenzentwicklung und schulische Leistungsfähigkeit der Kinder mit sich bringt.
Der Bildungstalk mit Dr. Cornelia Wustmann wurde vom Schul- und Erziehungszentrum SchEz in Kooperation mit den Kinderfreunden OÖ veranstaltet.
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