Kein Lernen im Gleichschritt
Die Montessoripädagogik will individuelle Lernprozesse fördern, um die Freude am lebenslangen Lernen sicherstellen zu können. Bei den 1. oö. Montessoritagen am 18. und 19. März an der PH der Diözese Linz konnten die zahlreichen Besucher in verschiedensten Workshops die Montessori Methode näher kennen lernen. Höhepunkt der Veranstaltung waren die Vorträge von Bildungsjournalist Reinhard Kahl und Familientherapeut Jesper Juul.
Lehrer sollen volle Verantwortung übernehmen
Im Vortrag von Familientherapeut Jesper Juul geht es um die Entwicklung von Beziehungskompetenz im Kindergarten und in der Schule. Juul sieht die professionelle Beziehungskompetenz als die Fähigkeit von Lehrkräften, ihr eigenes Verhalten auf das einzelne Kind abzustimmen, ohne zugleich die Führung abzugeben. Das bedeutet, der Lehrer trägt die Verantwortung über Erfolg oder Misserfolg.
Die Angst vor der Angst lähmt
Der Journalist und Filmautor Reinhard Kahl fragt in seinem Vortrag, wie Schüler und Lehrer damit aufhören können, sich wie Untermieter im System zu verhalten. Was heißt es, wenn auch die Institution Schule oder Kindergarten eine Biografie hat, also die Institution selbst lernt? Und wieso lähmt Lehrkräfte die Angst vor der Angst?
Veranstaltet wurden die Montessori-Tage von BEL - Bildungswerkstätte Eigenaktives Lernen in Kooperation mit der Pädagogischen Hochschule der Diözese Linz.
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