"Es gibt keine unmöglichen Klassen"
Der Däne Jesper Juul ist Lehrer und Familientherapeut. Er entwickelte eine eigenständige Therapie- und Beratungsform: die Kurzzeitinterventionen mit der ganzen Familie, handlungsorientiert und praxisnah.
Der lernende Dreieck: Lehrer-Schüler-Eltern
Jetzt war er zu Gast in Linz und referierte zum Thema "Das lernende Dreieck: Lehrer-Schüler-Eltern". Im Vortrag behandelt er verschiedenste Themen der Erziehung in der Familie und in der Schule. Er stellt die kritische Behauptung auf, dass Lehrer die Verantwortung bei den Eltern, Schülern und der Politik suchen - doch die Fehler zu wenig bei sich suchen.
"Es gibt keine unmöglichen Klassen" - jedoch kann zwischen Lehrern und einer Klasse ein schwieriges Verhältnis bestehen. Der Familientherapeut gibt während seines Vortrages Tipps zur Motivation für Lehrer und Eltern. Wichtig ist es, das Kind zu respektieren. Im Hintergedanken sollte immer sein, dass jeder vom Kind lernen kann. Weitere Themen sind die Hausaufgaben, eine gesunde "Streitkultur" und der Umgang mit lebendigen Kindern.
Umgang mit "verhaltensauffälligen" Lehrern?
Nach dem Vortrag nutzte das Publikum die Möglichkeit an Juul noch Fragen zu stellen. Eltern fragten unter anderem nach dem richtigen Umgang mit verhaltensauffälligen Lehrern (gemeint waren Lehrer ohne Motivation) und wie man sich bei der Verweigerung eines Kindes in den Kindergarten zu gehen verhält. Die wohl wichtigste Frage, die sich Lehrer sowie Eltern in Zusammenarbeit mit Kindern oft stellen, "Was mache ich falsch?", beantwortete der Familientherapeut auch.
Den gesamten Vortrag und die Fragen des Publikums an den Familientherapeuten sehen Sie jetzt online auf BildungsTV!
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