Maximale Leistung oder Nivellierung
Eine statistische Auswertung der PISA-Studie an der Johannes Kepler Universität Linz (JKU) bringt ein bildungspolitisches Dilemma hervor: Ein leistungsstarkes Schulsystem produziert Ungleichheiten bei den Schülerleistungen. "Entweder bekennt sich Österreich zu maximaler Leistung und akzeptiert große Leistungsunterschiede - vor allem in Mathematik - oder Österreich bekennt sich zu Leistungsabfall und Nivellierung. Das Ziel, beim nächsten PISA-Test sowohl bessere als auch homogenere Leistungen zu erbringen, ist schwer realisierbar", so Eduard Brandstätter vom Institut für Pädagogik und Psychologie an der JKU.
Entscheidung für eines der beiden Ziele
Leistungsstarke Schulsysteme, wie beispielsweise das japanische, produzieren große Leistungsdifferenzen zwischen den japanischen Schülern bzw. weisen leistungsschwache Systeme, wie etwa das rumänische, geringe Leistungsdifferenzen zwischen den Schülern auf. Laut Brandstätter sind die österreichische Gesellschaft sowie der Staat gefordert, sich für eines von beiden zu entscheiden, also entweder Leistungsmaximum oder geringe Leistungsunterschiede.
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