Nachhilfe - vergleichen lohnt sich!
Das erste Semester neigt sich dem Ende zu und es stehen die ersten Entscheidungsprüfungen ins Haus. Viele Eltern sehen hierzu keine andere Möglichkeit, als ihre Kinder zur Nachhilfe zu schicken. Immerhin ein Fünftel der Eltern gaben bei der Nachhilfestudie 2010 an, für mindestens ein Kind externe Nachhilfe bezahlt zu haben. Dies bedeutet meist einen hohen finanziellen Aufwand. Laut Studie belaufen sich die Nachhilfekosten pro Haushalt mit Kindern auf durchschnittlich 764,- Euro jährlich. Insgesamt gibt es in Österreich rund 800.000 Haushalte mit zumindest einem Schulkind, das ergibt einen Gesamtaufwand von rund 126 Millionen Euro pro Jahr.
Tipps für die richtige Nachhilfe
Durch den hohen Bedarf an Nachhilfe und die Beträge, die erwirtschaftet werden, hat sich ein großer Markt von Anbietern gebildet. Darum lohnt sich ein Vergleich der Nachhilfe-Institute. Die AK Niederösterreich gibt hierzu einige Tipps:
- Fragen Sie Freunde oder Bekannte nach guten Erfahrungen mit Nachhilfelehrern. Erkundigen Sie sich jedenfalls nach deren pädagogischen und fachlichen Qualifikationen und Erfahrungen. Privatpersonen haben in der Regel auch eine geringere Verbindlichkeit gegenüber dem Kunden.
- Informieren Sie sich bei Nachhilfe-Instituten, ob es eine Bindungsfrist gibt. Einige Institute bieten nur dann günstige Preise an, wenn Sie sich ein oder zwei Jahre binden. Überlegen Sie, ob Ihr Kind wirklich so lange Nachhilfe benötigt.
- Verhandeln Sie mit dem Lerninstitut oder dem Lehrer über den Preis, wenn sie auf jeden Cent schauen müssen.
- Kurse mit einer größeren Anzahl an Unterrichtseinheiten sind meist günstiger. Preisvergleiche lohnen sich, da es auch gute Angebote mit wenigen Unterrichtseinheiten gibt.
- Achten Sie beim Preisvergleich auf die Dauer der Unterrichtseinheiten. Eine Unterrichtseinheit hat nicht immer 60 Minuten.
- Fragen Sie beim Gruppenunterricht nach der Anzahl der Schüler in der Gruppe. Je weniger Schüler pro Gruppe, desto besser ist meist der Lernerfolg. Ermitteln Sie auch das Alter der Schüler in der Gruppe. Der Lernerfolg ist meist schlechter, wenn das Alter oder die Lernstufe zu unterschiedlich sind.
- Vereinbaren Sie einzelne Probestunden, bevor Sie Ihr Kind längere Zeit in einen Kurs geben. Nur wenn sich das Kind wohl fühlt, sind gute Ergebnisse zu erwarten. Manche Institute bieten Gratis-Probestunden an.
- Informieren Sie sich über die Lernumgebung in Nachhilfeinstituten. In einer lernfreundlichen Atmosphäre in der sich der Schüler wohl fühlt, können bessere Ergebnisse erzielt werden.
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