"Wir wollen keine 9 Schulsysteme in Österreich"
Nach den Debatten über die Kompetenzverteilung zwischen Bund, Ländern und Schulen meldet sich auch Oberösterreichs Bildungslandesrätin Mag. Doris Hummer bei der Parlamentarischen Enquete "Autonome Schule - moderne Schulverwaltung" zu Wort.
Sie ist der Meinung, dass eine klare Zuständigkeit geschaffen werden soll, um das unübersichtliche System im Bildungs- und Schulbereich zu durchbrechen und damit die Doppelgleisigkeiten der Kompetenzaufteilung zwischen Bund und Ländern zu beseitigen. "Dabei sollen die Entscheidungen dort getroffen werden, wo die besten Kenntnisse der Sachlage liegen (...)", so Hummer.
"Wir wollen keine 9 Schulsysteme in Österreich", betonte Hummer. "Einheitliche Bildungsstandards und eine hundertprozentige Durchlässigkeit der Schulsysteme in den einzelnen Bundesländern stünden völlig außer Streit. Daher soll auch der Bund sämtliche Ziele, Inhalte und Standards des Schulsystems festlegen und die Einhaltung der Qualitätskriterien überwachen."
Gemeinsame Ziele von Land OÖ & bm:ukk
- ein einheitliches Schulsystem
- ein einheitlichen Besoldungs- und Dienstrecht
- eigenverantwortliche Standorte, serviciert durch die Behörden
- klare transparente Finanzierung
- klare Kompetenzen, schnelle Entscheidungen
Land OÖ übernimmt viele Bundesaufgaben
Doris Hummer zweifelt aber erheblich daran, dass durch eine Verbundlichung diese Ziele auch erreicht werden können: Die Direktorenpostenbestellung dauert beispielsweise bis zu drei Jahre. Das Land spiele bereits jetzt "Feuerwehr" und übernimmt Vorfinanzierungen und Finanzierungen aufgrund fehlender Bundesfinanzierung bei Bundesschulen. Darüber hinaus bezahlt das Land OÖ mehr als sieben Millionen Euro pro Jahr für die vom Bund festgelegte Klassenschülerhöchstzahl von 25.
Die Bildungslandesrätin würde die Bundesministerin gerne zum gemeinsamen Dialog einladen.












