Die Ergebnisse des Schulgipfels
Der heutige Schulgipfel brachte Einigkeit über den Ausbau des ganztägigen Schulangebots in Österreich. In den nächsten vier Jahren soll die Zahl der Ganztagsplätze von 120.000 auf 200.000 ausgebaut werden. Bis 2014 sind jährlich achtzig Millionen Euro für den Ausbau dieser reserviert, so Bundeskanzler Werner Faymann und Vizekanzler Erwin Pröll.
Bundesministerin Claudia Schmied erklärte, dass dieses Geld größtenteils in zusätzliches Personal fließe. Weiters bräuchten die Gemeinden als Schulerhalter eine Anschubfinanzierung für bauliche Maßnahmen. Ausgebaut werden sollen sowohl die Plätze für reine Nachmittagsbetreuung als auch für die Ganztagsschule mit verschränktem Angebot. Es soll auch die Möglichkeit geschaffen werden, nur klassenweise die verschränkte Form anzubieten. Zu diesen Punkten herrschte Einigkeit. Wobei Pröll speziell die Wahlfreiheit der Eltern betonte.
Zur Übersicht:
- Reine Nachmittagsbetreuung = Unterricht am Vormittag, Freizeit bzw. Betreuung am Nachmittag)
- Ganztagsschule mit verschränktem Angebot = Unterricht, Freizeit und Betreuung über den ganzen Tag verteilt
Weiterhin Streit über die Lehrer-Kompetenzen
Weiterhin Streitthema bleibt die Frage der Zuständigkeit für die Lehrer. Faymann lehnte eine Verländerung weiter ab, auch wenn der Bund etwa die Ausführungsgesetzgebung behalten würde und erklärte damit die Debatte für beendet. Wenn es nur um die Lohnverrechnung gehe, könne man sich ja einigen, so Faymann weiter. Er lehne es aber ab, den Ländern die Entscheidungen über den Lehrereinsatz treffen zu lassen.
PISA-Ergebnisse anscheinend am Boden
Für Unruhe sorgten angeblich vorab durchsickerte Ergebnisse der PISA-Studie. Die Lesekompetenzen der getesteten Schüler seien abgesackt. Bestätigen wollte dies niemand. Schmied sagte dazu, dass diese Schüler das Geburtsjahr 1993 betreffe, die zum Testzeitpunkt 2009 von ihrer Politik noch nicht profitieren konnten.












