Die Zukunft der pädagogischen Berufe
Die neue Pädagogenbildung soll die Aus- und Weiterbildung der Lehrer, Kindergarten- und Sozialpädagogen umfassen. Im März 2010 wurde von der Expertengruppe "LehrerInnenbildung NEU - Die Zukunft der pädagogischen Berufe" unter Vorsitz von Dr. Peter Härtel ein detaillierter Endbericht zur Neugestaltung der Aus-, Fort- und Weiterbildung aller pädagogischen Berufe vorgelegt. Dieser Bericht wird als solide Grundlage gesehen, der die Anforderungen an den pädagogischen Beruf gut aufgreift.
3-Phasen-Modell & hohe Durchlässigkeit
Aus den Beobachtungen und Einschätzungen lassen sich zahlreiche Punkte weitgehender Übereinstimmung ableiten. Gefordert wird eine hochwertige Ausbildung aller pädagogischen Berufe auf tertiärem Niveau mit gemeinsamen Kernbereichen und den akademischen Abschlüssen Bachelor, Master und PhD. Außer Streit stehen u. a. die Durchführung von Aufnahmeverfahren mit vergleichbaren Standards, das 3-Phasen-Modell (Grundbildung - Induktion - Weiterbildung), eine hohe Durchlässigkeit des Systems auch für Quereinsteiger sowie die Kompetenzorientierung und die Festlegung pädagogischer Kernkompetenzen. Ebenso sollen eine frühe Berufspraxis möglich sein sowie die Kindergartenpädagogik aufgewertet werden.
Konferenzen im November & Dezember
Von Mitte November bis Anfang Dezember 2010 laden Bildungsministerin Claudia Schmied und Wissenschaftsministerin Beatrix Karl zu bundesweiten Stakeholderkonferenzen mit dem Titel "LehrerInnenbildung NEU. Die Zukunft der pädagogischen Berufe", die in Linz (12.11.), Innsbruck (26.11.), Wien (30.11.) und Graz (3.12.) stattfinden.
Der Teilnehmerkreis besteht aus Vertretern der Ausbildungsinstitutionen (Universitäten, Pädagogische Hochschulen, Bildungsanstalten für Kindergartenpädagogik, Bildungsanstalten für Sozialpädagogik), verschiedener Interessensgruppen von Pädagogen, der Schulpartner, der Schulbehörden, der Sozialpartner, der Industriellenvereinigung und der ARGE-Lehrer in der GÖD. Vertreter der Landesregierungen, das BIFIE sowie die Bildungs- und Wissenschaftssprecher, der im Nationalrat vertretenen Parteien, sind ebenso eingebunden.
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