Beben-Opfer in China dürfen zweites Kind bekommen
Bei dem verheerenden Erdbeben im Südwesten von China sind tausende von Menschen umgekommen. Unter den Opfern findet sich auch eine hohe Zahl an Kindern. Aus diesem Grund hat Peking für die Erdbeben - Opfer seine Ein-Kind-Politik gelockert.
Einkindregelung seit den 70er Jahren
Um das Bevölkerungswachstum in China zu stoppen, hatte die Regierung in den 70er Jahren die Einkindpolitik eingeführt. In der Stadt lebende Personen dürfen darin nur ein Baby bekommen, am Land lebende zwei. Laut einem Zeitungsbericht der staatlichen Zeitung "Chengdu Evening News" dürfen Familien, die im Beben ihr einziges Kind verloren haben, vielleicht ein zweites Kind legal bekommen.
Dafür müssen sie sich aber zunächst bei den örtlichen Behörden eine Erlaubnis einholen. Auch für Eltern deren Tochter oder Sohn bei dem Beben dauerhafte Schäden davongetragen hat, gilt diese Regelung.
Eltern über 50 bekommen Zuschuss
Eltern, die über 50 Jahre alt sind und ihren Nachwuchs bei dem schrecklichen Beben verloren haben, erhalten einen jährlichen Betrag in der Höhe von 600 Yuan (rund 54 Euro) als Zuschuss.
In der Zehnmillionenstadt Chengdu in der Provinz Sichuan wurden vorerst 1.200 Familien die Genehmigung erteilt, mit "Erlaubnis" ein zweites Kind bekommen zu dürfen.
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