Tatsächlichen Bedarf berücksichtigen
"Bildungsministerin Schmied sollte zuerst Gespräche mit den Ländern führen und den tatsächlichen Bedarf an Dienstposten berücksichtigen", stellen Landeshauptmann Dr. Josef Pühringer und Bildungs-Landesrätin Mag. Doris Hummer zu den Aussagen von Bundesministerin Dr. Claudia Schmied zu den Lehrerkosten der Länder fest.
"Zentrale Dienstpostenplanungen machen nur dann Sinn, wenn sie an den effektiven Erfordernissen der Schulen gemessen werden", betonen Pühringer und Hummer. Dass dies nicht immer passiere, würden zahlreiche Beispiele sichtbar machen: Etwa bei der Senkung der Klassenschülerhöchstzahl, dem Sonderpädagogischen Förderbedarf oder bei der Nachmittagsbetreuung.
Land OÖ zahlt acht Millionen
"Bei der Senkung der Klassenschülerhöchstzahl finanziert das Land OÖ rund 200 Dienstposten - im Wert von knapp acht Millionen Euro, obwohl die Finanzierung der Lehrer Bundessache wäre", so der Landeshauptmann und die Landesrätin.
Weiters stellt der Bund im Bereich des Sonderpädagogischen Förderbedarfs dramatisch zu wenige Lehrerdienstposten zur Verfügung. Die Deckelung auf 2,7 Prozent wird der sich zuspitzenden Realität nicht gerecht: 3,45 bis 4,7 Prozent der Schülerinnen und Schüler haben tatsächlichen Sonderpädagogischen Förderbedarf in OÖ. "Die fehlenden Planstellen für den Sonderpädagogischenförderbedarf müssen daher zum Großteil aus den normalen Planstellen abgedeckt werden", heben Pühringer und Hummer hervor.
Deshalb sei es erstaunlich, dass die Bildungsministerin nun den "Schwarzen Peter" bei den Ländern suche. "Vielmehr ist Schmied aufgefordert, ihren Vereinbarungen nachzukommen und ihre Verantwortung wahrzunehmen", unterstreichen der Landeshauptmann und die Landesrätin.












