Internet der Dinge
Stellen Sie sich vor, Sie gehen einkaufen und Ihr Handy klärt Sie über die von Ihnen gekauften Produkte auf: Ob Sie nun eine Allergie auf die Nüsse im Müsli haben, oder nicht wissen, was für ein Gericht zu einem bestimmten Wein passt - bald wird Sie das Handy dabei unterstützen können.
Unter dem Stichwort "Internet der Dinge" arbeiten ForscherInnen seit fast zehn Jahren an der Integration der virtuellen Welt in das reale Leben. Winzige Sensoren und Rechenchips sollen die elektronische Kommunikation zwischen Mensch, Umwelt und Maschine ganz ohne Tastatur und Bildschirm ermöglichen.
Spezielle Software am Handy
"Die Kamera erkennt den Barcode auf der Packung", erklärt Adelmann, der das Allergiker-Warnsystem an der ETH Zürich entwickelt hat. "Auf das Handy haben wir eine Software gespielt, die den Barcode auf dem Bild lesen kann und die darin versteckte Produktnummer über das mobile Internet an eine Datenbank der Supermarktkette sendet."
"Heute haben wir beim Onlineshopping viel mehr Informationen als früher in einem Ladengeschäft", sagt Hannu Kauppinen, Chef der Nokia-Forschungsabteilung. "Im Internet finden wir Preisvergleiche, Kundenbewertungen, ausführliche Produktinformationen und Testergebnisse, im Laden nur einen Verkäufer."
Grenzen müssen mit Gesetzen gezogen werden
Heute ist die permanente Lokalisierung von Personen durch Mobiltelefone immer möglich. Doch wird in den USA momentan auch an Funkchips geforscht, die jede einzelne Bewegung eines Menschen über Monate melden können und sollen. Wollen wir das? "Die Öffentlichkeit muss sich dringend mit diesen Fragen befassen", fordert Mattern, Vordenker des Internets und Organisator der Züricher Konferenz, "denn nur wenn es einen sozialen Konsens darüber gibt, welche Anwendungen erwünscht und welche unzulässig sein sollen, können Technik und Gesetze entsprechend gestaltet werden."
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