SchülerInnen zeigen Interesse an Politischer Bildung!
Um herauszufinden, wie groß der Wissensdurst der SchülerInnen an Politischer Bildung wirklich ist, startete die Landesschülervertretung OÖ in Kooperation mit dem Kompetenzzentrum für Forschung und Entwicklung der Pädagogischen Hochschule OÖ eine Meinungsumfrage. 22.000 Fragebögen wurden direkt an alle SchülerInnen der 9. und 10. Schulstufe an den BMHS und AHS Oberösterreichs geschickt. Die Rücklaufquote konnte sich sehen lassen: Mehr als die Hälfte der Bögen wurden retourniert.
Wie denken 14 - 16 Jährige über Politische Bildung?
Das Resümee der Befragung zeigt, dass mehr als ein Viertel der SchülerInnen großes Interesse an Politik besitzen. Über 60% der 14 - 16 Jährigen möchten sogar schon wählen gehen. Zwei Drittel der SchülerInnen gaben an mit dem Angebot an Politischer Bildung in den Schulen nicht zufrieden zu sein. Daher fordern die Landesschülervertretung und auch mehr als die Hälfte der Befragten, in allen Schulen Politische Bildung als eigenes Schulfach einzuführen. Die junge Wählerschaft muss optimal für den Urnengang gerüstet sein.
Um eine Verbesserung der politischen Erziehung erreichen zu können, sind Schulen auf entsprechend ausgebildete LehrerInnen angewiesen. Zeitgemäßer und praxisnaher Unterricht soll den SchülerInnen die Politik näher bringen.
Durch das aktuelle Thema "Wählen ab 16" ist es immer mehr von Bedeutung, Politische Bildung schon früh genug zu unterrichten. 66% der befragten SchülerInnen hielten 14 bzw. 15 Jahre für das ideale politische Einstiegsalter.
Politische Bildung sollte nicht mit Noten bewertet werden
Der politische Standpunkt der SchülerInnen darf nicht von PädagogInnnen beeinflusst werden. Es wäre daher sicher sinnvoll, den Unterricht anhand Diskussionen und Recherchen von SchülerInnen selbst stattfinden zu lassen. Auch Schulnoten sollten in diesem Fach nicht gegeben werden.
"Ich könnte mir Schulversuche in Oberösterreich als Pilotprojekt ab dem Schuljahr 2009/2010 als gute Möglichkeit zum schnellen Handeln vorstellen", zeigt sich LSR-Präsident Enzenhofer kooperativ.
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