Wahlen in Oberösterreich
1,1 Millionen Oberösterreicher waren bei den Wahlen berechtigt zu wählen - als Gewinner gehen die ÖVP und die FPÖ hervor. Die SPÖ muss eine schwere Niederlage einstecken. Die Wahlbeteiligung stieg um 3,6 Prozentpunkte auf 82,3 Prozent im Vergleich zu 2003.
ÖVP kratzt an absoluter Mandatsmehrheit
- ÖVP: 46,8 Prozent (28 Mandate) 2003: 43,42 Prozent (25 Mandate)
- SPÖ: 24,9 Prozent (14 Mandate) 2003: 38,33 Prozent (22 Mandate)
- FPÖ: 15,3 Prozent (9 Mandate) 2003: 8,40 Prozente (4 Mandate)
- Grüne: 9,2 Prozent (5 Mandate) 2003: 9,06 Prozent (5 Mandate)
- BZÖ: 2,8 Prozent
- Sonstige: 1,0 Prozent
Pühringer von Ergebnis überrascht
Trotz positiver Stimmung im Wahlkampf zeigte sich Landeshauptmann Pühringer vom Ergebnis überrascht, denn er habe sogar ein leichtes Minus seiner Partei in Erwägung gezogen. Einen derartigen Sieg habe er sich nicht erwartet. Pühringer kündigte an, mit allen Parteien über eine Zusammenarbeit zu sprechen. Er schließe niemanden aus.
Haider stellt die Vertrauensfrage
SPÖ-OÖ-Chef Erich Haider spricht von einer "sehr schweren" und "landespolitischen" Niederlage. Montag wird er in den SPÖ-Gremien die Vertrauensfrage stellen. "Wir sind mit unseren neuen Wegen nicht durchgekommen, die Bürger vertrauen eher auf konservative Wege", so Haider.
Grüne stagnieren, Blau legt stark zu
Die Grünen stagnieren, man konnte nur leichte Zugewinne verzeichnen. Die FPÖ konnte ihr Ergebnis beinhahe verdoppeln, Strache als Zugpferd scheint Wirkung gezeigt haben. FPÖ-Spitzenkandidat Manfred Haimbuchner zeigte sich "sehr zufrieden" und bot seine Zusammenarbeit für etwaige Koalitionen an, "wenn die Inhalte stimmen". Das BZÖ schaffte die vier Prozent Hürde nicht.
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