LehrerInnen haben Vorurteile bei Vornamen
Das Insitut für Pädagogik an der Universität Oldenburg veröffentlichte erstaunliche Studienergebnisse. Bei einer Fragebogenerhebung stellten sie LehrerInnen die Frage, ob Vorurteile bezüglich Vornamen von VolksschülerInnen und davon abgeleitete erwartete Persönlichkeitsmerkmale vorliegen.
In dieser Online-Fragebogenerhebung, bei der mittlerweile fast 2000 GrundschullehrerInnen anonymisiert teilgenommen haben, haben die in die genaue Auswertung genommenen 500 Fragebögen ergeben, dass die Mehrheit der LehrerInnen mit Vornamen auch Vorannahmen zu Fähigkeiten und Verhalten der Kinder verbinden.
Kevin gegen Jakob
Bestimmte Vornamen zeigten hierbei besonders charakteristische Ergebnisse bezüglich der Einschätzungen durch die Lehrpersonen. Besonders der Name "Kevin" stellt sich hierbei als stereotyper Vorname für einen "verhaltensauffälligen" Schüler heraus. "Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose!" heißt es in einem Fragebogen.
Weitere "verhaltensauffällige" SchülerInnen seien Kinder mit den Vornamen: Vanessa, Angelina, Justin, Nicht, Maria, Mandy, Leon, Chantal oder Maurice.
Als "verhaltensunauffällig" werden von den LehrerInnen SchülerInnen mit Vornamen wie: Jakob, Charlotte, Alexander, Maximilian, Emma, Hannah, Katharina, Simon oder Lukas eingestuft.
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