Auf die Plätze - fertig - los!
Aus einer noch unveröffentlichten Studie der Uni Innsbruck geht hervor, dass sich Mädchen gegenüber Jungen weniger gern einem Wettbewerb stellen. Laut der Studie ist das unterschiedliche Selbstbewusstsein der Geschlechter sehr bedeutend. Viele Frauen bleiben auf der Karriereleiter eher unten, weil sie sich teilweise zu wenig zutrauen, wohingegen viele schwächere Männer in gehobenen Positionen stehen, weil sie die Herausforderung suchen.
Jungen überschätzen ihre Leistungskraft
Der Ökonom Matthias Sutter von der Universität Innsbruck ließ 780 Kinder von sieben Tiroler Schulen zwischen drei und 18 Jahren entscheiden, bestimmte Aufgaben entweder für sich alleine oder in spielerischer Rivalität mit andern zu lösen - wobei im Wettstreit mehr zu gewinnen war als im Alleingang. Dabei kam heraus: Mädchen leisten genauso viel, vermeiden aber lieber die Konkurrenz, während Jungen ihre Leistung eher überschätzen und fröhlich in den Kampf ziehen.
Nur entwickeln Jungen und Mädchen diese verschiedenen Verhaltensweisen erst im Laufe der Zeit: Bei Dreijährigen nämlich lassen sich noch keine Unterschiede feststellen, bei Achtjährigen dagegen sehr wohl. Im Alter von drei Jahren können beide Geschlechter gleich schnell laufen, ein Zeichen, dass die Angst vor Konkurrenz und das Selbstbewusstsein nicht angeboren ist. Es wird daher vermutet, dass diese Entwicklung mit der Erziehung und dem Rollenverständnis der Gesellschaft zusammenhängt.












