Pühringer sieht Zentralismus als falschen Weg
LH Dr. Josef Pühringer ist bezüglich der Reform prinzipiell gesprächsbereit, wenn sich durch diese die Dinge zum Bessern wenden. Eine Verbesserung der Schulorganisation könne aber nicht durch mehr Zentralismus erreicht werden. Probleme würden dann nur von den Betroffenen weg- und hinaufverlegt werden und das mache Lösungen nur komplizierter, so Pühringer.
Pühringer lehnt "Verbundlichung" ab
Pühringer ist der Meinung, dass der Griff des Bundes nach den LandeslehrerInnen weder eine Effizienzsteigerung noch einen Fortschritt bringen würde. Zudem hält er auch die Identität der Lehrkräfte mit dem Land wichtig, in dem sie unterrichten.
Er tritt daher für eine klare Kompetenzaufteilung zwischen Bund und Ländern ein: Beim Bund sollten Wissenschaft, Forschung, die Universitäten und Fachhochschulen sein, bei den Ländern der Schulbereich. Die Lehrpläne und die Schulzeitenordnung sollten bundeseinheitlich geregelt sein.
Alle Verwaltungsagenden in einer Behörde
Eine Reform kann er sich dahingehend vorstellen, dass in einer einzigen Behörde alle Verwaltungsagenden zusammenlaufen. In Oberösterreich sei alles bereits beim Landesschulrat konzentriert, im Gegensatz zu anderen Bundesländern. Die Bezirksschulräte könnte man hingegen sofort abschaffen, erklärte Pühringer. Die Bezirksschulinspektoren eher nicht, denn sie seien für die Qualitätskontrolle und für das Personalmanagement in der Region erforderlich.
Pühringer tritt zudem für mehr Freiheit und Kompetenz der verantwortlichen SchulleiterInnen etwa beim Personal ein. Doch hierzu müsste die flächendeckende Versorgung mit guten LehrerInnen gesichert sein. Die Befürchtung, dass für entlegenere Gegenden und kleinere Schulen schwerer Lehrkräfte zu gewinnen seien, sei nicht ganz von der Hand zu weisen, so Pühringer abschließend.
Quelle: APA-ZukunftWissen












