Schmied beißt bei LehrerInnen auf Granit
Höhere Einstiegsgehälter, dafür aber auch mehr Anwesenheit in der Schule - das sind die Pläne von SPÖ-Unterrichtsministerin Claudia Schmied für ein neues Lehrerdienstrecht. Bis Herbst 2010 will Schmied das neue Gesetz in die Zielgerade bringen. Doch der laut Schmied "sehr optimistisch" gerechnete Termin könnte auf Grund von Verhandlungen mit der streitbaren Lehrergewerkschaft nicht eingehalten werden. Diese stemmt sich jetzt schon vehement gegen Schmieds Wunsch nach flexibleren Arbeitszeiten.
Riegler gegen die "Arbeitszeiterhöhung durch die Hintertür"
Gewerkschafter Walter Riegler glaubt nicht, dass der Umbau an den Schulen für die Umstellung des Lehrerdienstrechts zügig genug vorangeht. Er wartet mit Zahlen auf: "Die Ministerin hat angekündigt, dass bis 2019 ein Viertel der Bundesschulen so umgebaut werden, dass ein Ganztagsbetrieb möglich ist. Das sind gerade einmal 250 Schulen. Nun will man aber, dass sich die Lehrer jetzt schon hinsetzen."
Riegler weiter: "Dass ein Lehrer die Schularbeiten dann halt an der Schule korrigiert, und nicht zuhause, und daneben hält ihm wer das Handerl: Diese Form der Überprüfung ist überholt." In Wirklichkeit, so Riegler, gehe es ohnehin darum, die Arbeitszeit durch die Hintertür zu erhöhen.
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