Schulwegtraining zur Unfallverhütung
2008 verunglückten in Österreich insgesamt 2.619 Kinder am Schulweg. SchulexpertInnen des Unfallverhütungsdienstes der AUVA Landesstelle Wien raten daher Eltern, bereits vorab mit ihren Kindern den Schulweg abzugehen und wichtige Gefahrenpunkte mit ihnen zu besprechen. Auch das richtige Verhalten am Schulweg muss geübt werden. Je besser die Kinder ihren Schulweg kennen, desto geringer ist auch das Risiko, Opfer eines Schulwegunfalls zu werden. Die ExpertInnen weisen aber darauf hin, dass der künftige Schulweg mit den SchulanfängerInnen mehrfach trainiert werden muss. Einmalige Spaziergänge reichen nicht aus.
Tipps, worauf beim Schulwegtraining geachtet werden soll
Eltern sollten die sicherste Route bzw. den sichersten Schulweg immer gemeinsam mit den Kindern festlegen und einüben.
Bei Überquerungen sollten möglichst sichere Übergänge gesucht werden - selbst wenn ein Umweg eingeplant werden muss. Ideal sind Wege mit geregelten Verkehrsampeln sowie bei PolizistInnen oder SchülerlotsInnen.
Kinder dürfen an unübersichtlichen Stellen, ungeregelten Kreuzungen, zwischen parkenden Fahrzeugen und Sträuchern, vor Kurven oder Kuppen die Straße nicht überqueren.
Bei Fußgängerampeln gilt: Grün allein reicht nicht. Immer nach beiden Seiten schauen und auf Abbieger achten. Auch bei wenig Verkehr grundsätzlich erst an der Gehsteigkante anhalten und sich dann nach links, rechts und wieder links orientieren.
Vor Zebrastreifen nicht gleich los gehen: Hier müssen die SchulanfängerInnen erst Blickkontakt zu den herannahenden Autofahrern aufnehmen. Erst losgehen, wenn der/die FahrzeuglenkerIn tatsächlich angehalten hat.
Auch das richtige Verhalten bei Bus und Straßenbahn ist zu üben: An den Haltestellen nicht toben und drängeln, immer auf ausreichenden Abstand zum Straßenrand achten, beim Aussteigen immer erst abwarten, bis der Bus wieder abgefahren ist, bevor der Weg fortgesetzt wird. Nie sofort vor oder hinter dem Bus über die Straße laufen.
In den ersten Wochen sollten die Eltern ihr Kind noch begleiten, damit es mehr Erfahrung sammeln kann. Später ist es ratsam, das Verkehrsverhalten aus Distanz zu beobachten und von Zeit zu Zeit das Einhalten der Regeln zu kontrollieren.
Wesentlich ist: Eltern sollten ihrem Kind ein Vorbild sein! Auch wenn es manchmal knapp wird - im Straßenverkehr heißt es Ruhe bewahren und alle Vorschriften beachten.
Quelle: APA-ZukunftWissen












