Eltern sollten Schulreife ihrer Kinder trainieren
Schon lange vor der Einschulung können Eltern die Schulreife ihrer Kinder im Alltag trainieren. "Der mathematischen Kompetenz dient es zum Beispiel, wenn ein Kind kleine Summen im Geschäft bezahlen darf oder lernt, Telefonnummern zu wählen", sagt der Sprecher des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland, Ulrich Fegeler.
Wenn Kinder ihren Namen schreiben wollten, sollten Eltern dies unterstützen. Für die Sprachförderung sei es wichtig, viel mit dem Kind zu reden, anhand eines Bilderbuches kleine Geschichten zu erzählen und nacherzählen zu lassen. Wichtig sei der Dialog, der dabei entstehe.
Kriterien für Schulreife
Ein Kind gilt laut Fegeler als schulreif, wenn es unter anderem über altersgerechte Sprachfähigkeiten sowie logisches Verständnis verfügt, sich längere Zeit konzentrieren und still sitzen kann, mit anderen kommuniziert, soziale Kompetenz aufweist und sich also in eine Gruppe einfügen kann. Auch die Selbstständigkeit, Fein- und Grobmotorik gehörten zu den Entscheidungskriterien, die über die Schulreife bestimmten. Ein Kind sollte eigenständig essen, sich allein an- und ausziehen können, die Toilette ohne Hilfe benutzen, mit einem Stift umgehen und Treppen hinauf- und hinuntergehen können.
Wichtig ist es, Kinder zu ermutigen
"Auch wenn etwas nicht gelingt, sollten Eltern ihr Kinder ermutigen, damit es nicht gleich aufgibt", rät der Kinderarzt. Denn Motivation und das Selbstvertrauen des Kindes seien nicht zu unterschätzende Faktoren für den Schulerfolg.
Quelle: APA-ZukunftWissen
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