Ist WLAN ungesund?
In einigen Ländern wird darüber diskutiert, wie schädlich WLAN Strahlen wirklich sind. Einerseits wird empfohlen, dass die Schulen künftig wieder auf kabelgebundene Netzwerke zurückgreifen sollten. Andererseits geht man auch davon aus, dass Handystrahlen viel gefährlicher, als die Strahlung bei einem WLAN sind.
In Österreich wurde eine Studie zur Strahlenbelastung durch Handymasten durchgeführt. Einen anschaulichen Fall dazu stellt das Gymnasium Purkersdorf dar, in dem die Strahlenbelastung von Jahr zu Jahr gestiegen ist. Wie die Studie feststellte, ist der Grund ein illegal errichteter Handyfunkmasten auf dem Purkersdorfer Kirchturm. Im obersten Stock der Schule beträgt die Belastung durch Mikrowatt pro Quadratmeter beinahe das 900-Fache des festgelegten Grenzwerts von 100 Mikrowatt je Quadratmeter.
Wann ist Strahlung wirklich gefährlich?
Zum einen gehen WissenschaftlerInnen davon aus, dass die Strahlung so energiereich sein könnte, dass die Aufnahme in Form von Wärme für Lebewesen schädlich ist, es also zu Verbrennung kommen kann, oder die Strahlung eine Frequenz besitzt, Moleküle und Molekülgruppen in Resonanz zu versetzen und dadurch unerwünschte Reaktionen auszulösen.
Andererseits liegt die Sendeleistung eines WLAN Routers zw. 25-30 Milliwatt - die erlaubte Obergrenze liegt bei 100 mW. Ein Mikrowellenherd hat also mit 600-1000 Watt ein Vielfaches an Leistung im Gegensatz zu einem WLAN Router. Die Leistung eines WLAN Routers ist also viel zu schwach, um eine Erwärmung zu bewirken.
Man sieht: Es gibt wenig Fachgebiete, die derart mit theoretischen Ansätzen, spekulativen Denkmodellen, unbewiesenen Theorien und Hypothesen und mit ein wenig Aberglauben durchsetzt sind, wie die Frage, ob Strahlung schädlich, insbesondere krebsfördernd ist oder nicht.
Nähere Informationen
Mehr Informationen zu den Studien der Länder (Deutschland, Schweiz und Österreich) und zu den Gefahren von WLAN Strahlung finden Sie im Dossier bei e-LISA-academy.
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