Sozialpartner fordern ganzheitliches Bildungssystem
In einer gemeinsam Sozialpartner-Pressekonferenz betonten die Präsidenten von Wirtschaftskammer Österreich, Christoph Leitl, ÖGB, Erich Foglar, Arbeiterkammer, Herbert Tumpel sowie der Vizepräsident der Landwirtschaftskammer, Hermann Schultes, die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Reform des Bildungssystems. Bereits im Herbst 2007 hatten die Sozialpartner dazu eine Strategie vorgelegt, deren Umsetzung durch die Politik in zentralen Bereichen jedoch zu wünschen übrig lässt.
Ausbau der NMS
Gefordert werden unter anderem der Ausbau der Neuen Mittelschule, mehr Geld für Weiterbildung, die Annahme der Bildungswegberatung der Sozialpartner, ganztägige Betreuungsangebote und die ehöhte Durchlässigkeit zwischen den Ausbildungssystemen. Besonders dringenden Handlungsbedarf sieht AK-Präsident Tumpel beim kostenlosen Nachholen vom Hauptschulabschluss, "da dieser die Basis für viele andere weiterführende Ausbildungen ist." Großes Interesse besteht auch an der kostenlosen Berufsreifeprüfung, bei der viele an den zu hohen Kosten scheitern.
BM Schmied begrüßt Reformimpuls
Bildungsministerin Claudia Schmied begrüßt die heutigen bildungspolitischen Impulse der Sozialpartner: "Die Sozialpartner sind meine Partner für eine faktenorientierte Bildungspolitik im Interesse der Kinder, der Eltern, der Wirtschaft und des gesamten Landes", so Schmied.
"Es ist erfreulich, dass unsere Ansätze in den zentralen Fragen der Verwaltungsreform, der ganztägigen Schulangebote, der neuen Lehrerausbildung, des Nachholen von Bildungsabschlüssen, der Verbesserung der sozialen Durchlässigkeit und des lebensbegleitenden Lernens in die selbe Richtung gehen. Wir werden weiterhin gemeinsam Schritt für Schritt konsequent daran arbeiten, dass die öffentlichen Schulen leistungsstark und wettbewerbsfähig sind: Die Zeit der Umsetzung ist gekommen", so Schmied abschließend.
Quelle: APA-ZukunftWissen












