Wo müssen SchülerInnen wiederholen?
Fast 25.000 der 1,2 Millionen SchülerInnen in Österreich bleiben jedes Jahr sitzen. Gegen Schulschluss beginnen dann jährlich die Forderung von Politik und ExpertInnen nach der Abschaffung der Klassenwiederholung.
Wie im am 16. Juli veröffentlichten EU-Bildungsbericht "Schlüsselzahlen zur Bildung in Europa" (Key Data on Education in Europe 2009) gezeigt wird, ist das österreichisch System des Klassenwiederholens keine Ausnahme. Schlechte SchülerInnen können in 16 der 31 untersuchten Ländern durchfallen.
Klassenwiederholungen in anderen Ländern
Zumindest theoretisch vorgesehen sind Klassenwiederholungen neben Österreich in Belgien, Bulgarien, Deutschland, Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Luxemburg, den Niederlanden, Rumänien, Slowakei, Tschechien und der Türkei. In Spanien und Frankreich können SchülerInnen nur im jeweils letzten Jahr eines Bildungsabschnitts repetieren.
In Dänemark, Irland, Italien, Griechenland, Großbritannien, Island, Liechtenstein, Malta, Norwegen, Schweden, Slowenien, Ungarn und Zypern steigen Schüler zumindest innerhalb der Schulpflicht automatisch in die nächste Klasse auf, jene mit unzureichenden Leistungen bekommen spezielle Förderung. Unter besonderen Umständen sind allerdings auch in diesen Ländern Klassenwiederholungen möglich, etwa im Falle von längerer krankheitsbedingter Abwesenheit oder auf Empfehlung externer Experten (Psychologe, Arzt, Sozialarbeiter etc.).
In Italien müssen alle Klassenlehrer zustimmen, dass der Schüler repetieren soll.
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