Kann man Glück lernen?
"Glück macht Schule" heißt das österreichweit einzigartige Pilotprojekt, das an sechs steirischen Pflichtschulen durchgeführt wird. In diesem Unterrichtsfach sollen Kinder und Jugendliche lernen, dass sie selbst etwas zu einem glücklichen Leben beitragen können. Vorbild ist die Willy-Hellpach-Schule in Heidelberg. Hier kann man sogar im Schulfach Glück maturieren. In der Steiermark wird es aber kein Prüfungsfach werden.
Glück ist laut Landesschulratspräsident Wolfgang Erlitz (S) nicht nur "Glückssache", sondern ein Stück erlernbare Lebenskompetenz. Aber auch an die Lehrkräfte sei gedacht: "Wenn sie sich mit dem Thema intensiv beschäftigen, um den Unterricht vorzubereiten, profitieren sie persönlich auch davon", ist der Landesschulratspräsident überzeugt.
36 Stunden Glück
Sämtliche Schultypen von der Volksschule bis zur HTL nehmen an dem Projekt teil. Von den insgesamt 36 Stunden werden zwölf Stunden für psychosoziale Gesundheit, aufbauend auf den großen Themen Selbstwert und Empathie sowie Kommunikation und Konfliktbewältigung als Methoden zur Gewaltprävention verwendet. Zehn Stunden sind der Bewegung gewidmet.
Dem Zusammenhang von Ernährungsgewohnheiten, Gesundheit und Glücksempfinden wird in sechs Stunden Aufmerksamkeit geschenkt. Acht Stunden thematisieren den Körper als Ausdrucksmittel. Theaterpädagogische Elemente und die Hinführung zu Kultur als Bildungs- und Freizeitprogramm finden hier Platz.












