Der Gnom
Kaum zu glauben, dass eine Art Christbaumanhänger Vorlage und Idee war für den linkisch daherstolpernden, tollpatschigen, vielleicht gefährlich ausschauenden, aber auch liebenswürdigen Gnom.
Mussorgsky präsentiert uns ein Fabelwesen. Eine Fülle an Charaktereigenschaften lässt sich aus wenigen Musiktakten herauslesen. Vermutlich würde man genug Stoff für einen ganzen Animationsfilm in der Musik finden. Die unbändige überschäumende Fantasie von Modest Mussorgsky kannte keine Grenzen.
Maurice Ravel steigerte diese Eindrücke mit seiner Orchesterbearbeitung.
Mit wenigen unbeholfenen Schritten steht der Gnom vor uns:
[Musikbeispiel Fagott]
Der Gnom fällt auf die Nase - rappelt sich hoch - mühsam schleppt er sich dahin.
[Musikbeispiel Fagott & Flöte]
Immer wieder richtet er sich auf und möchte wieder gefährlich erscheinen. Es gelingt ihm nicht wirklich - schließlich ergreift er die Flucht.
[Musikbeispiel Violine, Flöte & Fagott]
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