TALIS-Studie
Heftige Diskussionen zum Thema Lehrerausbildung und der österreichischen Schulkultur löst die am 18. Mai veröffentlichte erste OECD-Lehrerstudie TALIS (Teaching and Learning International Survey) aus. Schwänzen und Zuspätkommen ist der Studie zufolge an österreichischen Hauptschulen und AHS laut Direktoren bei Lehrern ebenso häufig ein Problem wie bei Schülern.
Insgesamt wurden 248 Schulen in Österreich untersucht. Ergebnisse sind unter anderem, dass 21 Prozent der Befragten der Meinungs sind, dass durch die Abwesenheit von Lehrern das Lernen beeinträchtigt wird und dass in 15 Prozent der Schulen die Pädagogen laut Direktoren schlecht vorbereitet zum Unterricht erscheinen. Weiters kommen immerhin acht Prozent der Lehrer laut Umfrage zu spät.
Erklärungsversuche von Erziehungswissenschafter Eder
Für Studienautor und Erziehungswissenschafter an der Universität Salzburg Ferdinand Eder war das Ausmaß an Disziplinlosigkeit unter Lehrern überraschend groß. Mögliche Erklärungsversuche sind seiner Meinung nach die momentane Schulkultur, Burnout-Erscheinungen bei Lehrern durch Überforderung bzw. der Verlust der Liebe am Beruf.
Interview mit LSR-Präsidenten Enzenhofer
Zu den Studienergebnissen befragten wir LSR-Präsidenten Fritz Enzenhofer. Wie kann er sich diese, nicht unbedingt positiven, Ergebnisse erklären? Dabei schließt er sich nicht unbedingt den Erklärungsversuchen von Eder an. Seine Lösungsansätze bzw. wie er mit den Ergebnissen der Studie umgeht - sehen Sie selbst!
TALIS-Studie zu Arbeitsbedingungen für Lehrer und Lernumfeldern für Schüler



























































