Mehrsprachigkeitsdidaktik
Der Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Hans-Jürgen Krumm regt dazu an, sich mit Fragen der Mehrsprachigkeit sowohl theoretisch auseinanderzusetzen, als auch zu schauen, welche unterrichtspraktischen Möglichkeiten sich daraus ergeben.
Im ersten Schritt seines Vortrages geht Hans-Jürgen Krumm der Frage nach, weshalb es so wichtig ist, Schülern mit einer anderen Erstsprache als Deutsch auch sprachlich in der Schule eine Heimat zu geben. Zudem soll ihre Anderssprachigkeit nicht als Problem (für die Kinder und die Schule), sondern als Chance gesehen werden. Er nimmt dabei Bezug auf Forschungen zu Identitätsentwicklungen unter den Bedingungen von Mehrsprachigkeit.
Danach spricht Hans-Jürgen Krumm darüber, von welchen Bedingungen es abhängt, ob Mehrsprachigkeit die kognitive Entwicklung fördert oder behindert. Er geht unter anderem darauf ein, dass es darauf ankommt, auf welche sprachlichen Aspekte die Schule Wert legt und wie die Schule auf Sprachwechsel und "Sprachfehler" reagiert.
Den Schluss des Vortrags bilden Grundsätze und Beispiele für die Entwicklung einer Mehrsprachigkeitsdidaktik unter den gegenwärtigen Bedingungen.
Zur Person
Univ.-Prof. Dr. Hans-Jürgen Krumm ist am Institut für Germanistik an der Universität Wien, Fachbereich Deutsch als Fremd- und Zweitsprache, tätig.










































































